Berufswahlsiegel

Berufs-und Studienorientierung

Seit vielen Jahren wird am Kopernikus Gymnasium großer Wert auf den Bereich „Berufs-und Studienorientierung  und Praktika“  gelegt. Dies wird unterstützt durch zahlreiche Maßnahmen, die innerhalb und außerhalb des Unterrichts stattfinden. Wir bemühen uns auf verschiedenen Ebenen, unsere Schüler auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten.

In den Klassen 5 - 8 besteht die Möglichkeit, am Girls-und Boysday die ersten Einblicke in den beruflichen Alltag zu gewinnen.

In der 9. Klasse findet das verpflichtende zweiwöchige Betriebspraktikum statt, auf das der Wirtschaft/Politikunterricht inhaltlich hinführt.  Der Deutschunterricht bereitet in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern auf das Thema Bewerbung vor. Persönliche Stärken und Schwächen werden analysiert, Bewerbungsgespräche simuliert und schriftliche Bewerbungen verfasst und besprochen. In diesem Praktikum geht in erster Linie darum, den täglichen Arbeitsablauf in einem Unternehmen kennen zu lernen  und sich selbst  einzubringen

Der Besuch der Jobmesse an der benachbarten Anne-Frank-Schule dient dazu, unterschiedliche Berufsfelder kennen zu lernen. Die Schüler erhalten den Auftrag, spezielle Berufe auf der Messe an den Ständen der Unternehmen und Organisationen zu erkunden und ihre Ergebnisse dann im anschließenden Unterricht ihren Mitschülern vorzutragen. Ebenfalls ist ein Besuch im Berufsinformationszentrum Oldesloe möglich, eine entsprechende Recherche auf den Internetseiten der Agentur für Arbeit oder eine Computersimulation zu dieser Thematik (Joblab) können dieses noch ergänzen.

In Workshops für die 11. Klasse (Q 1) gibt es weitere altersspezifische Angebote und Informationen zur beruflichen Zukunft.

Am Ende der 10. Klassen führen die DEBEKA und die Barmer Ersatzkasse eintägige Bewerbungsseminare durch, die neben Einstellungstests und fingierten Bewerbungsgesprächen auch ein Assessmentcenter beinhalten können. Zusätzlich werden Bewerbungsunterlagen verfasst und analysiert.

Das naturwissenschaftliche Profil durchläuft zusätzlich ein einwöchiges Praktikum in Laboren und Forschungsstätten (z.B. bei Desy und in Borstel oder in speziellen Abteilungen von Unternehmen).

Das zweiwöchige Wirtschaftspraktikum findet im 11. Jahrgang (Q 1) in der Woche vor und in der ersten Woche in den Herbstferien statt. Hier sollen die im Wirtschaft/Politikunterricht gewonnenen betriebswirtschaftlichen Kenntnissein in Betrieben erkundet und problematisiert werden. Der Bericht wird als Klausurersatzleistung gewertet.

Über das Betriebspraktikum der Mittelstufe hinausgehend soll das Wirtschaftspraktikum im Rahmen der Möglichkeiten des Betriebes einen weitergehenden Einblick in Struktur, Arbeitsprozesse, Markteinbindung, soziale Aspekte, unternehmerische Entscheidungen und Zukunftsperspektiven des Praktikumsbetriebs geben. Auch das Kennenlernen der Arbeitsabläufe und die praktische Erfahrung eines Arbeitstages sind wichtige Teile des Wirtschaftspraktikums. Darüber hinaus fördert es das Kennenlernen der regionalen Wirtschaft und kann auch eine berufliche Orientierungshilfe darstellen.

An einem separaten Vorbereitungstag werden entweder betriebswirtschaftliche Planspiele (Gründung eines Betriebs) oder Vorträge von Experten aus Unternehmen oder der IHK zu speziellen betriebswirtschaftlichen Themen angeboten.

Am Nachbereitungstag wird die Rolle der Arbeitnehmervertretung verdeutlicht. Vertreter der Gewerkschaften oder Betriebsräte bieten Informationen zur Mitbestimmung und erläutern die Rechte von Arbeitnehmern und den konkreten Ablauf von Tarifkonflikten an aktuellen Beispielen. Dies geschieht in Vorträgen oder Planspielen.

Zusätzlich informiert der Berufsberater der Agentur für Arbeit in einer separaten Veranstaltung über die neuesten Perspektiven in Studium und Beruf.

Er bietet auch Sprechstunden in der Schule an, bei denen Interessierte sich persönlich beraten lassen können.

 

Weitere schulische und außerschulische Möglichkeiten

Schülerinnen und Schüler, die an einer weiter gehenden Förderung ihrer wirtschaftlichen Kompetenz interessiert sind, können folgende Angebote nutzen, die entweder über die Schule vermittelt oder an unserer Schule selbst angeboten werden:

Junior-Schüler als Manager: In der Oberstufe können unterrichtsbegleitend Schülerfirmen gegründet werden, die auf ein Jahr befristete Aktiengesellschaften bilden, ein Produkt oder eine Dienstleistung anbieten und vermarkten (Wettbewerb des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln).

Nach der Entwicklung einer Geschäftsidee wird eine Aktiengesellschaft gegründet, die ihr Kapital aus dem Verkauf von 90 Aktien (Wert 10 Euro) erzielt. Der theoretische Hintergrund (betriebliches Rechnungswesen, Marketingkonzepte etc.) wird durch separate Schulungen vermittelt. Wie in der Realität werden ein Vorstand gebildet, Hauptversammlungen abgehalten, Löhne ausgezahlt, Sozialabgaben geleistet. Unterstützt werden die Gruppen durch einen Schulpaten (Lehrer) und einen Wirtschaftspaten (Elternteil mit wirtschaftlicher Erfahrung). Hier werden auch Schlüsselqualifikationen (Teamfähigkeit, Selbstständigkeit, Eigeninitiative) vermittelt.

Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat, das später bei Bewerbungen eine entscheidende Rolle spielen kann.

Inzwischen gibt es auch in der Mittelstufe im Wahlpflichtkurs erfolgreiche Schülerfirmen.

Wirtschaftssimulationsspiele (WIWAG): Die Lübecker Kaufmannschaft und das Bildungszentrum Tannenfelde bieten für interessierte Schüler einwöchige Seminare an. Nach einer umfangreichen theoretischen Vorbereitung durch Experten aus Unternehmen werden betriebswirtschaftliche Entscheidungen mit einer Computersimulation durchgespielt und anschließend analysiert.

Auch hier werden Zertifikate verliehen.

Studienfeldbezogene Beratungstests (SFB)

Für Jugendliche der Sekundarstufe II, die ein Studium an Universitäten und Fachhochschulen anstreben, gibt es für die Abschlussklassen (Q 2) einen Beratungstest, bei dem die persönlichen Kompetenzen und Neigungen mit Studienfeldern abgeglichen werden. Alle Interessierten können an diesem Test teilnehmen, der kostenlos vom Psychologischen Dienst der Agentur für Arbeit angeboten wird.

Besuch von Informationsmessen

Außerdem besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Berufsinformationsmessen (z.B. Einstiegsmesse in Hamburg, Informationen zum Dualen Studium) und Veranstaltungen der Universitäten oder der Fachhochschulen in Hamburg und Lübeck. Schüler- und Schülerinnen können sich auch während der Unterrichtszeit beurlauben lassen.

Einen besonderen Service bieten die Organisatoren der „Nordjob-Messe“ in Lübeck an.

Die Organisatoren der „Nordjob-Messe“ in Lübeck informieren in der Schule über die Angebote und vermitteln Gesprächstermine mit den Unternehmen und bieten sogar einen Bustransfer an.