Die Umweltbildung ist ein wichtiges Anliegen von Schule, denn bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und Umwelt, mit den natürlichen Ressourcen ist eine wichtige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

Dabei geht es aber nicht um die Vermittlung eines wünschenswerten Umweltverhaltens auf globaler Ebene oder um moralische Appelle. Vielmehr ist das Ziel der Umweltbildung am KGB, die Schüler zu befähigen, ihr unmittelbares Umfeld im Sinne der nachhaltigen Entwicklung aktiv mitzugestalten.

Um möglichst viele Schüler für das Thema zu sensibilisieren, haben sich mehrere Fächer dem Thema „Umwelt“ auf unterschiedliche Weise genähert und verschiedene Projekte durchgeführt, die im Folgenden dargestellt werden.

 

1) Einführung von Umweltmanagern in jeder Klasse

Die Umweltmanager werden von uns in regelmäßigen Abständen in den Klassenlehrerstunden geschult. Sie dürfen ihre Mitschüler bei der Mülltrennung, die nach den Sommerferien starten wird, unterstützen und informieren. Zudem achten sie auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit den vorhandenen Ressourcen (Licht ausschalten, Wasser einsparen, angemessenes Lüften). Die Übernahme dieses Amtes wird im Zeugnis vermerkt.

Als Auftaktveranstaltung für das Amt wurde ein Ausflug ins Klimahaus nach Bremerhaven durchgeführt.

 

Bericht über den Ausflug ins Klimahaus Bremerhaven am 24.05.16

 

 

2) Teilnahme am „Fifty-Fifty-Projekt“ der Stadt Bargteheide

Seit März 2015 nimmt das KGB am „Fifty-Fifty-Projekt“ der Stadt Bargteheide teil. „Fifty-Fifty“ ist das vermutlich größte umweltpädagogische Schulprojekt in Europa und motiviert die Schulen, bewusst und sparsam mit unseren Ressourcen umzugehen und durch ein geändertes Nutzungsverhalten möglichst viel Strom und Heizenergie einzusparen. Rund 50% der eingesparten Energiekosten gehen an die jeweilige Schule. Mit dem Geld können Projekte oder Sachmittel finanziert werden. Rund 50% der erzielten Einsparungen gehen an den Schulträger, die Stadt Bargteheide. Weitere Informationen sind unter http://www.fifty-fifty.eu erhältlich.

Im Rahmen dieses Projektes wurde im Mai 2015 das Energieteam des KGB gegründet.

 

3) Das Energieteam

Das Energieteam am KGB trifft sich regelmäßig und diskutiert anstehende Aufgaben. Der Austausch bringt regelmäßig Ideen hervor, deren Durchführung anschließend besprochen wird – so zum Beispiel der Präsentationstag der Klassenprojekte, der vor den Sommerferien 2016 stattfinden soll.

Dem Energieteam des KGB gehören an:

  • Herr Petersen (Elternverterter)
  • Hausmeister
  • Frau Dr. Bretzmann (Lehrerin)
  • Frau Spalk (Lehrerin)
  • Emma Knoller
  • Hannah Graumann
  • Bennett Wetters
  • Daniel Börmann
  • Guilia Korn

 

4) Auftaktveranstaltung

Am 29.01.2016 fand die Auftaktveranstaltung für das 50-50-Projekt am KGB statt. Die SuS aller Klassen haben Ziele und Wünsche formuliert, die dem nachhaltigen Leben und Umwelt-/Klimaschutz nahe stehen. Diese Lebensmaximen wurden, um eine Versinnbildlichung zu erreichen, für jede Klasse auf einem Puzzleteil verschriftlicht, und die Gesamtheit der Puzzleteile ergibt eine großformatige Weltkarte: Versinnbildlichung der Einmaligkeit des Planeten und der Notwendigkeit des Schutzes.

Diese riesige Wandkarte mit den Wünschen und Zielvorgaben aller SuS hängt im Schulgebäude für alle dauerhaft sichtbar als „Reminder“ aus.

 

 

5) Handy-Sammelaktion als Recycling-Projekt

Im vergangenen Schuljahr wurde auf Initiative der Lehrerin Christin Krüger eine Sammelaktion für gebrauchte und nicht mehr benötigte Mobiltelefone gestartet. Sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer können ihre defekten oder nicht mehr benötigten Geräte in einer Abwurfstation hinterlegen.

Die gesammelten Handys werden zum Recycling an „Oroverde“ weitergeleitet, die mit einem Recyclingunternehmen kooperieren. Oroverde erhält für jedes gesammlte Handy 1,00-1,50 Euro. Dieser Betrag wird in Oroverde-Projekte investiert, u.a. zum Schutz der Regenwälder. Die Schülerinnen und Schüler werden durch dieses Projekt zweifach sensibilisiert: a) Ressourcenschonung durch Recycling, b) Schutz der Regenwälder.

 

 

6)  Boden – Mehr als nur Dreck…

Die Schülerinnen und Schüler  des Geographie-Profils haben die Vorhabenwoche im Zeichen „Klima- und Bodenschutz“ gestaltet. Unter anderem hat ein Besuch des Bodenlabors an der TU Hamburg-Harburg stattgefunden. Die Bedeutung eines gesunden Bodens wurde bewusst gemacht. Außerdem wurden die Wechselwirkungen zwischen Boden-Vegetation und Klima erarbeitet, sowie der Einfluss auf den Menschen deutlich.

 

 

7) Fair Future  - Multivisuelle Show zum ökologischen Fußabdruck

Am 27.Mai2015 gab es eine Veranstaltung für alle Schülerinnen und Schüler der Schule. Fair-Future – eine multivisuelle Veranstaltung –zeigte allen Zuschauerinnen und Zuschauern, dass jeder einen ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Den Lernenden wurde bewusst, dass durch individuelles Verhalten (Konsum, Ernährung, Transport/ Verkehr), der Flächen- und Ressourcenverbrauch gesenkt werden kann. Die Schülerinnen und Schüler haben wertvolle Tipps erhalten, wie sie ihr Verhalten und Handeln zukünftig überdenken und ändern können. Aus der Veranstaltung sind viele Projektideen entstanden.

8) Pfandflaschensammelbox

Im Mensabereich der Schule ist eine Pfandflaschenbox aufgestellt worden.  Schüler und Lehrer können hier ihre eigenen oder gefundenen Pfandflaschen abgeben. Der Erlös kommt unserer Partnerschule in Tansania zugute.

 

 

9) Verkauf von Recyclingheften

Das Sekretariat verkauft Recycling-Schulhefte, die mit dem „Blauen Engel“ zertifiziert sind. Der Erlös fließt in das Umweltprojekt. Es wurden dadurch im Sommer 2015 die Brotdosen für die neuen Fünftklässler finanziert.

 

 

10) Brotdosen für die neuen Fünftklässler

Es fällt immer wieder auf, dass einige Schüler ihre Schulbrote in Alufolie oder kleinen Plastiktüten aufbewahren und diese dann nach dem Verzehr der Brote im Mülleimer entsorgen. Daher bekommen die neuen Fünftklässler jedes Jahr zur Einschulung eine Brotdose mit dem KGB-Logo geschenkt. Ziel dieser Aktion ist die Beschäftigung mit dem Thema Abfallvermeidung und Abfallverwertung.

 

 

11) Ausstellung zum Thema „Meine Stadt, das Klima und Ich“

Im Rahmen des Wahlpflichtkurses Verbraucherschutz in Klasse 9 unter Leitung von Frau von Sobbe und Frau Laatsch haben sich die Schüler zum Ende des Schuljahres 2014/15 mit dem Thema „Meine Stadt, das Klima und Ich“ beschäftigt. Ziel war es, die Schüler für den Einfluss unseres Lebensstils auf das Klima zu sensibilisieren. Die Schüler haben sich in Gruppen Fachwissen zu den Themen „Energie“, „Mobilität“, „Ernährung“, „Konsum“ und „Stadtnatur“ angeeignet, nach Lösungsansätzen im Alltag gesucht und ihre Ergebnisse in einer Ausstellung für die 5. Klassen präsentiert.

Dazu luden die beiden Wahlpflichtkurse Verbraucherschutz die 5. Klassen ein, um den jüngeren Schülern an fünf Stationen den Klimawandel und seine Auswirkungen näherzubringen.

 

             

                      

12) Bau einer Müllorgel

Eine 9. Klasse hat im Rahmen des Musikunterrichtes Musikinstrumente aus Müll gebaut.

 

 

13) Teilnahme am Stadtradeln  für Bargteheide

Das KGB nimmt seit drei Jahren regelmäßig beim Stadtradeln für die Stadt Bargteheide teil. Dieses Jahr erlangte die Schule mit 31655 km den 2. Platz. Mit ihrer Teilnahme setzen sich die Schüler aktiv für nachhaltige Mobilität ein.

 

 

14) Sammeln von leeren Druckerpatronen

Der Schulverein des KGB initiiert die Sammlung von leeren Druckerpatronen und Toner. Ein Recyclingunternehmen entsorgt die Patronen fachgerecht und vergütet diese auch.

 

 

15) Nachhaltiges Angebot im Supermarkt?

Im Geographie-Unterricht der 9. Jahrgangsstufe haben mehrere Lerngruppen (u.a. Herr Dr. Bretzmann, Frau Dr. Bretzmann) Erhebungen in Discountern/ Supermärkten in Bargteheide sowie im Fischladen und auf dem Wochenmarkt durchgeführt. Erhoben wurden bei TK-Fisch und Konservenfisch die Fangmethoden und Herkunft sowie Fischart. Ein Abgleich mit der von Greenpeace vorgeschlagenen Liste von gefährdeten Fischarten wurde durchgeführt. Die SuS haben Poster zu den Erhebungsergebnissen diskutiert und die Haltung von Fischen in Aquakulturen als Alternative diskutiert.

 

 

Ansprechpartner aus dem Umwelt-Team:

Dr. Sina Bretzmann

Sabine Zacharias

Ramona Spalk