Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren

 

Koordinatorin: Dr. Sina Bretzmann,  Assistenz: Kathrin Anders

 

Das Kopernikus Gymnasium Bargteheide ist Ausbildungsschule für fast alle Unterrichtsfächer.

Jeweils zwei qualifizierte Mentoren betreuen die auszubildenden Lehrkräfte in ihren Fächern und beraten sie in allen Fragen der Unterrichtsvorbereitung, -durchführung und -analyse.

Referendare erteilen gemäß der APVO Lehrkräfte1) sowohl eigenverantwortlichen als auch angeleiteten Unterricht. Durch regelmäßige Hospitationen und Lehrproben werden sie auf ihr Examen vorbereitet.

In wöchentlich stattfindenden Besprechungsstunden unter der Leitung der Ausbildungskoordinatorin werden pädagogische Themen vertieft.

 

Im Ausbildungskonzept finden Sie die Regelungen im Einzelnen:

 

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1)Ausbildungs- und Prüfungsverordnung Lehrkräfte

 

 

Ausbildungskonzept

Inhalt

1.    Grundlagen

2.    Einführung und Begleitung der Arbeit

3.    Betreuung durch die Ausbildungslehrkräfte

4.    Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst (LiV)

4.1  Eigenverantwortlicher Unterricht

4.2  Hospitationen

4.3  Unterricht unter Anleitung

4.4  Lehrproben und schulinterne Hospitationen

4.5  Beratungsbesuche

5.    Schulleitung und Personalrat

6.    Allgemeines, Organisatorisches

1. Grundlagen

Das Kopernikus Gymnasium Bargteheide als Ausbildungsschule möchte mit seinen Mentorinnen und Mentoren, der Schulleitung sowie dem gesamten Kollegium die Lehrkräfte in ihrer Ausbildung begleiten und qualifizieren.

Grundlage des vorliegenden Ausbildungskonzepts, das als Teil des Schulprogramms kontinuierlich evaluiert wird, sind die APVO vom 01.02.2020, die allgemeinen Ausbildungsstandards sowie das Schulprogramm.

Um eine optimale Ausbildung zu gewährleisten, soll die Zahl der LiV[1] vier Personen in der Regel nicht überschreiten.

Informationen zur Schule können unter www.kopernikus.de nachgelesen werden.

 

2. Einführung und Begleitung der Arbeit

Neben der Einführung durch das IQSH  werden die LiV zu Beginn der Unterrichtstätigkeit durch ihre Mentoren2  in die Arbeit an unserer Schule eingeführt. Räumliche Gegebenheiten, Ausstattung der Schule und Stundenplan werden ebenso angesprochen wie besondere Aufgaben der auszubildenden Lehrkraft.

Die LiV erhalten von der Koordinatorin einen Reader mit Hilfestellungen unter anderem zu Fragen der Organisation und dem Ablauf des Schulalltags. Wichtige pädagogische Grundlagen und Aspekte der Unterrichtsvorbereitung, Planung und grundlegende methodische Aspekte werden thematisiert. Auf der Schulcommsy-Plattform finden Sie im KGB-Ausbildungsbereich weitere Informationen, die bei der Bewältigung des Alltags an der Schule hilfreich sind. Im Stundenplan wird eine wöchentlich stattfindende Besprechungsstunde mit der Koordinatorin ausgewiesen, in der Fragen geklärt, pädagogische Themen vertieft und Inhalte erarbeitet werden. Die Teilnahme an dieser Besprechungsstunde ist obligatorisch.

 

3. Betreuung durch die Ausbildungslehrkräfte

Die Ausbildungslehrkräfte begleiten und beraten die LiV in allen Fragen der Unterrichtsvorbereitung, Unterrichtsdurchführung und der Reflexion von Stunden.

Sie erleichtern den LiV die Eingliederung in die jeweilige Fachschaft, indem sie über bestehende Fachschaftsbeschlüsse informieren und eine konstruktive Mitarbeit ermöglichen.

Die Ausbildungslehrkräfte hospitieren regelmäßig (d.h. eine bis zwei Wochenstunden pro Fach) im Unterricht der LiV und besprechen die Stunde zeitnah unter ausgewählten Schwerpunkten.

Sie führen in halbjährlichen Abständen Orientierungsgespräche mit den LiV. Hier werden der Stand der Ausbildung analysiert, Ziele verabredet und neue Schwerpunkte gesetzt.  Genauere Ausführungen zum Tätigkeitsbereich der MentorInnen sind in den Informationen zum Vorbereitungsdienst des IQSH formuliert. Hier finden sich detaillierte Vorgaben zu den Orientierungsgesprächen.

Die Ausbildungslehrkräfte ermöglichen den LiV die regelmäßige Teilnahme am eigenen Unterricht im Umfang von mindestens einer Wochenstunde und vermitteln ihnen dadurch umfassende didaktische, methodische und pädagogische Kenntnisse.                                                 

Die LiV erteilen in jedem Fach pro Semester eine angeleitete Unterrichtseinheit, die gemeinsam mit den Mentoren geplant und ausgewertet wird (vgl. Punkt 4.3).                                                   

Ein Mentorwechsel innerhalb der Ausbildungszeit ist möglich, wenn die Ausbildungssituation dies erfordert. Die Mentoren nehmen an den Hospitationen durch die Schulleiterin bzw. die Ausbildungskoordinatorin, den schulinternen Lehrproben  sowie den Beratungsbesuchen durch die Studienleiter und Studienleiterinnen des IQSH und an den anschließenden Besprechungen teil. Die Mentoren werden im Umfang von zwei Wochenstunden für ihre Arbeit entlastet. Für Fortbildungen und Zertifizierungsmaßnahmen können Ausbildungslehrkräfte ganztägig vom Unterricht freigestellt werden.

 

4. Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst (LiV)

Im Verlauf der Ausbildung sollen nach Möglichkeit sowohl in der Unter- und Mittelstufe als auch in der Oberstufe in beiden Fächern Unterrichtserfahrungen gesammelt werden (im Rahmen von eigenverantwortlichem Unterricht, Hospitationen oder angeleitetem Unterricht).

 

4.1 Eigenverantwortlicher Unterricht

LiV erteilen eigenverantwortlichen Unterricht in beiden Fächern im Umfang von insgesamt etwa zehn Wochenstunden.

Die Planung des Unterrichts erfolgt in enger Absprache mit den Mentoren. Die LiV legen ihnen rechtzeitig vor Beginn jeder Unterrichtseinheit eine Verlaufsplanung über die UE vor, so dass bereits im Vorweg eine Beratung bzw. Unterstützung möglich ist.

Die LiV legen für jede Stunde, die hospitiert wird, eine tabellarische Übersicht über den Stundenverlauf vor. Die angestrebten Kompetenzen und Unterrichtsziele, geplante Tafelbilder sowie in der Stunde verwendete Materialien werden beigefügt.

Schriftliche Lernerfolgskontrollen im eigenverantwortlichen Unterricht sind Beratungsbestandteil zwischen den LiV und den Mentoren. Dafür legen die LiV rechtzeitig einen Entwurf der schriftlichen Lernerfolgskontrolle inkl. Erwartungshorizont und Bewertungskriterien vor. Im ersten Semester soll dies mindestens einmal pro Fach erfolgen, danach soweit notwendig und sinnvoll.

 

4.2 Hospitationen

Die LiV hospitieren regelmäßig im Unterricht ihrer Mentoren. Im ersten und zweiten Semester sind darüber hinaus 7 Hospitationsstunden bei anderen Kolleginnen/ Kollegen verbindlich. Über das Fach und die Klassenstufe entscheidet die LiV. Dies dient dazu,  einen möglichst umfassenden Einblick in verschiedene Lehrer-Rollen, Unterrichtsstile und –formen zu erhalten. Diese Hospitationen sollen auf einem gesonderten Bogen (wird zu Beginn der Ausbildung ausgehändigt) dokumentiert werden. Für eine umfassende Ausbildung ist es wünschenswert, auch an Lehrproben und Besprechungen der anderen LiV am Kopernikus Gymnasium teilzunehmen. Dies soll im Portfolio dokumentiert werden.

 

4.3 Unterricht unter Anleitung

Die LiV erteilen nach Absprache in den Lerngruppen der Mentoren Unterricht unter Anleitung. Pro Ausbildungssemester soll eine Unterrichtseinheit pro Fach geplant und durchgeführt werden (Umfang etwa 8-10 Stunden). Im Verlauf dieser Unterrichtseinheit soll nach Möglichkeit eine Lernzielkontrolle geplant, durchgeführt und unter Anleitung korrigiert werden.

Die Mentoren sind in allen Stunden dieser Unterrichtseinheit anwesend, sodass sich die Möglichkeit einer besonders intensiven gemeinsamen Analyse und Reflexion ergibt.

 

4.4 Lehrproben und Hospitationen (schulintern)

Als Vorbereitung auf das Examen halten die LiV im 1. und 2. Semester insgesamt mindestens 2 Lehrproben ab, und zwar je eine pro Fach. Nach Möglichkeit sollten diese in der Sek.I und Sek.II geplant werden. Daran nehmen beide Mentoren sowie die Koordinatorin und die Schulleiterin teil. Nach Absprache können auch alle anderen LiVs der Schule an der Lehrprobe teilnehmen. Für die Lehrprobe ist ein tabellarischer Unterrichtsentwurf auszuarbeiten und allen Teilnehmer:innen einen Tag zuvor (bis spätestens 18.00 Uhr) zuzustellen. Die anschließende Besprechung der Stunde wird von der Koordinatorin geleitet. Diese hausinternen Lehrproben werden Kriterien geleitet reflektiert und besprochen.

Die Anzahl der Unterrichtsbesuche durch die Ausbildungskoordinatorin/ Schulleiterin orientiert sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Lehrkraft.                            

Die Termine werden am Anfang eines Halbjahres festgelegt.

 

4.5 Beratungsbesuche

Im Rahmen der Ausbildung finden regelmäßig Beratungsbesuche durch die Studienleiter und Studienleiterinnen des IQSH statt. Die LiV informieren zeitnah Herrn Hammerich bzw. Herrn Hagendorf (Vetretungsplan), die Ausbildungslehrkräfte, die Schulleiterin sowie die Ausbildungskoordinatorin über die vereinbarten Termine.

Die vom IQSH geforderte schriftliche Unterrichtsvorbereitung soll auch allen anderen Beteiligten am Vortag bis 18 Uhr vorliegen.[2]

 

5. Schulleitung und Personalrat

Die Schulleitung stellt sicher, dass sich Mentoren und LiV mindestens jeweils eine Stunde pro Woche gegenseitig hospitieren können. Sie verfügen möglichst zeitnah über eine weitere gemeinsame Besprechungsstunde.

Die Koordinatorin für Ausbildung bildet die Schaltstelle im Ausbildungsgefüge zwischen den LiV, den Mentoren, der Schulleiterin und dem IQSH.

Sie ist maßgeblich bei der Erstellung und Evaluation des Ausbildungskonzepts beteiligt, das sie mit den Mentoren, der Schulleitung, den LiV, dem Kollegium und der Schulkonferenz abstimmt.

Sie berät die Mentoren in allen Fragen der Ausbildung. Neben den Lehrproben hospitiert sie im Unterricht der LiV. Auch an den Beratungsbesuchen durch das IQSH kann sie teilnehmen. In regelmäßig stattfindenden Gesprächen mit den LiV informiert sich die Koordinatorin über den Ausbildungsstand, berät und unterstützt die Lehrkräfte in allen Bereichen der Unterrichtspraxis.

Während des 2. Semesters finden Gespräche mit den Mentoren und den LiV über den Stand der Ausbildung und eine sinnvolle Schwerpunktsetzung für den 2. Teil der Ausbildung statt. Um die Ausbildung am Kopernikus Gymnasium kontinuierlich zu verbessern und den nötigen Veränderungen anzupassen, wird zu Beginn eines Ausbildungsdurchgangs eine Anfangsevaluation durchgeführt und später, im Verlauf des 2. Semesters sowie nach dem Examen, evaluieren die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst die Ausbildung.  

Die Schulleiterin hospitiert Unterrichtsstunden nach eigenem Ermessen und kann auch bei Beratungsbesuchen durch das IQSH anwesend sein.

Die Schulleiterin erstellt am Ende der Ausbildung ein Gutachten. Sie stützt ihre dienstliche Beurteilung auf eigene Beobachtungen der unterrichtlichen, pädagogischen und dienstlichen Aktivitäten der Lehrkraft sowie auf die Ergebnisse der Beratungsgespräche mit der Koordinatorin und den Mentoren.

Die Mitglieder der Schulleitung und ein Mitglied des Personalrats stellen den LiV ihr Sachwissen in bestimmten Bereichen der Schulorganisation zur Verfügung. Folgende Sachbereiche sind vorgesehen:

  • Aufgaben der Schulleitung (Schulleiterin)
  • Aufgaben der Klassenleitung, Versetzungsordnung, Klassenbuch, Klassenfahrten, LRS - Regelungen (Mittelstufenleitung)
  • Orientierungsstufenverordnung; Lernpläne (Orientierungsstufenleitung)
  • Oberstufenverordnung, Oberstufenverwaltung; Abitur (Oberstufenleitung)
  • Aufgaben und Rechte der Personalvertretung (Vertreter des Personalrats)
  • Vorbereitung / Training für ein Auswahlgespräch (Schulleiterin)
  • Aspekte der Gleichstellung (Gleichstellungsbeauftragte)

 

6. Allgemeines, Organisatorisches

Die Teilnahme an Klassen-, Kurs- und Austauschfahrten wird generell unterstützt.

Die LiV sollen während der Ausbildung Einblick in die Aufgaben der Klassenleitung erhalten und sich bei der Mitgestaltung und Entwicklung der Schule beteiligen und mindestens einmal als Gäste an einer Schulkonferenz teilnehmen. Die Teilnahme an Lehrerkonferenzen sowie Fachkonferenzen, Elternsprechtagen und Elternabenden ist verpflichtend.

Bargteheide, 15.02.2020         i.A. Dr. S. Bretzmann

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Ort/ Datum                                   Schulleitung



[1]LiV meint hier und im Folgenden: Lehrerinnen und Lehrer im Vorbereitungsdienst

2hier und im Folgenden sind weibliche und männliche Lehrkräfte gleichermaßen gemeint

[2]Die Ausbildungskoordinatorin erhält bei jedem Besuch einer Studienleitung eine digitale Version des Entwurfs am Vorabend bis 18.00 Uhr; auch für den Fall, dass die Koordinatorin nicht am Besuch teilnehmen kann.