Allgemeine Informationen

Darstellendes Spiel ist innerhalb der ästhetischen Fächer ein junges Fach und wird noch nicht an allen Schulen angeboten. Am Kopernikus Gymnasium haben wir dank einer mit acht Kolleginnen und Kollegen recht großen Fachschaft bislang die Möglichkeit, die von den Schülerinnen und Schülern gewünschte Anzahl der Kurse auch tatsächlich anbieten zu können. Ziel des Faches ist, dass die Schülerinnen und Schüler vor allem über einen handlungsorientierten Unterricht im Theaterspiel ein tieferes Verständins ihrer selbst und der Welt erforschen, deuten und reflektieren.

Am Kopernikus Gymnasium wird das Fach als solches erst in der Oberstufe unterrichtet. In der Mittelstufe (8. und 9. Klasse) ist es allerdings schon im Wahlpflichtkurs "Kultur" in Verbindung mit Kunst und Musik vertreten. Hier erarbeiten alle drei Fächer gemeinsam pro Schuljahr eine Endproduktion. Die Schülerinnen und Schüler erhalten also innerhalb dieses Kurses erste Einblicke in das Darstellende Spiel.  

 

Darstellendes Spiel in der Oberstufe

Das Fach Darstellendes Spiel wird seit dem Schuljahr 2005/06 am Kopernikus Gymnasium Bargteheide mit dem Eintritt in die Oberstufe als Wahlpflichtfach alternativ zu Kunst und Musik zweistündig pro Woche unterrichtet. Bislang ist es noch nicht als 3. oder 4. Prüfungsfach für das Abitur wählbar. Es kann jedoch bei entsprechenden Voraussetzungen in die Abiturwertung mit eingebracht werden.

Im Darstellenden Spiel findet eine überwiegend handlungsorientierte Auseinandersetzung mit der Kunstform Theater statt.
Die Schülerinnen und Schüler werden vor allem durch eigenes Ausprobieren und Spielen mit den theatralen Ausdrucksträgern (Körper, Stimme, Requisit, Bühne, Kostüme, Licht, Musik), verschiedenen Bühnenformen und Spielorten sowie diversen Theaterformen (Montage, Stationentheater etc.) bekannt gemacht. 
Durch den praxisorientierten Unterricht erfahren die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Sensibilität und ihr Körperbewusstsein. Ein wesentlicher Teil der praktischen Arbeit besteht in der Projektarbeit; d.h. dass in Kleingruppen, später dann in der gesamten Gruppe ein Projekt unter Berücksichtigung der erlernten Gestaltungsmittel erarbeitet und aufgeführt wird. Wichtig dabei ist, dass die Schülerinnen und Schüler hier Sozialkompetenzen wie die Wahrnehmung anderer sowie ihre Team- und Kritikfähigkeit schulen, wobei das Geben und Nehmen von Feedback nach festgelegten Regeln ein wesentlicher und immer wiederkehrender Aspekt ist. Darüber hinaus erlernen sie bestimmte Organisationsformen wie z.B. die Erstellung eines Probenplans.
Die praktische Arbeit wird durch theaterwissenschaftliche Aspekte (Theatertheorien, Theaterformen, Theatergeschichte) und die Institutionskunde (z. B. Arbeitsfeld Bühnenbild) ergänzt.
Einmal pro Halbjahr werden schriftliche Leistungen eingefordert, entweder als zweistündige Klausur oder als Klausurersatzleistung, die beispielsweise aus einem praktischen Teil (Präsentation einer selbst erarbeiteten Szenefolge) und einem schriftlichen Teil (Dokumentation der praktischen Arbeit) bestehen kann.

Am Ende  eines jeden Schuljahres steht eine öffentliche Aufführung. Diese Aufführung muss so gestaltet sein, dass alle Schülerinnen und Schüler eines Kurses auf der Bühne stehen. Der 10. Jahrgang,  also die Kurse, die das Fach im ersten Jahr belegen, führt pro Kurs ein etwa 10-minütiges Projekt auf, der 11. Jahrgang pro Kurs eine etwa 20-minütige Produktion. Bislang wurden alle Aufführungen an einem gemeinsamen Abend in der Kuhle präsentiert, so dass die Schülerinnen und Schüler ein entsprechend großes Publikum hatten und sich vorher genau das Lampenfieber einstellte, das eine Gruppe noch stärker zusammenschweißt. 

Wichtig ist uns, dass die Schülerinnen und Schüler Anregungen vor allem auch durch das professionelle Theater bekommen, dabei ihre Sehgewohnheiten schulen und einen Blick für aktuelle Aufführungspraktiken bekommen. Durch die Nähe zu den beiden Hamburger Staatstheatern (Thalia Theater und Schauspielhaus) und deren günstige Schülerkarten haben wir das Glück, mindestens einen Theaterbesuch im Schuljahr verpflichtend machen zu können.  

 

Die Fachschaft Darstellendes Spiel

Marion Bogumil Deutsch, Französisch, Darstellendes Spiel
Nora Carr Mathematik, Sport, Darstellendes Spiel
Brigitte Menell Mathematik, Biologie, Darstellendes Spiel
Sebastian Mroz Deutsch, Sport, Darstellendes Spiel
Susanne Oehmsen Deutsch, Französisch, Darstellendes Spiel
Frauke Reich Deutsch, Biologie, Darstellendes Spiel 
Sabine Storch Deutsch, Biologie, Darstellendes Spiel
Kerstin Tryggvason Deutsch, Englisch, Darstellendes Spiel