Die Theater - AG der Mittelstufe spielte an zwei Abenden ein gesellschaftskritisches Stück über Versuchungen und Gefahren im Internet.

Wie sehr sich die reale Welt bereits mit der digitalen Welt verschmolzen hat, zeigen viele junge Menschen tagtäglich, indem sie sich um ihre eigenen Onlineprofile kümmern, diese pflegen und lediglich Inhalte veröffentlichen, die sie vorher ausgewählt haben. In jeder freien Minute werden die Mobiltelefone herausgeholt und geprüft, was sich in der digitalen Welt so verändert hat.

Doch ist diese Welt überhaupt die reale Welt? Dieser Frage widmeten sich die Schülerinnen und Schüler der Mittelstufen - AG in ihrem aktuellen Stück "Los(t)", das sie gemeinsam mit ihren Spielleiterinnen Marion Bogumil und Frauke Reich geschrieben und eingeübt hatten. Sie zeigten, anhand von vier namenlosen Einzelschicksalen, dass die reale Welt trist, abweisend und ungerecht sein kann. Dass hier zudem hohe Anforderungen an Jugendliche gestellt werden – „iss nicht zu viel, tanz Ballett, schreib eine eins in Mathe, ein Brötchen reicht“. Dass sich daher viele junge Menschen in der digitalen Welt eine zweite, erfolgreichere Identität geben, erscheint bei dem zunehmenden Anspruchsdenken an junge Menschen dabei umso verständlicher. Es wirkt jedoch zugleich besorgniserregend.