Dezember 2020

Brief der Ministerin

liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte,

sicher warten Sie schon auf eine Nachricht von mir, wie es in der nächsten Woche mit Unterricht aussieht. Inzwischen (14:40 Uhr)  liegt uns ein Brief der Ministerin vor, den ich diesem „telegramm“ anfüge.

Danach stellt sich die Situation wie folgt dar:

  • Die Abitur-Vorklausuren am kommenden Montag werden wie geplant geschrieben.
  • Die Geschichtsklausur in Klasse 11c am 16. Dezember wird wie geplant geschrieben.
  • Ansonsten haben die Jahrgänge 8-12 ab dem 14. Dezember Distanzunterricht.
  • Die Jahrgänge 5-7 haben nächste Woche Unterricht nach Stdunden- bzw. Vertretungsplan.

 

Die beiden Klausuren in 11 und 12 werden geschrieben, weil die Ministerin festgelegt hat:
Abschlussrelevante Leistungsnachweise und Prüfungen, die für die nächste Woche angesetzt waren, können auch weiterhin in Präsenz unter Beachtung der Hygieneregeln durchgeführt werden.

Die Noten in Jahrgang 11 und 12 gehen in die Abiturnote ein. Für Jahrgang 10 und Jüngere gilt das nicht, hier werden in der kommenden Woche keine Klassenarbeiten geschrieben.

Für die Jahrgänge 5-7 teilte uns die Ministerin im Hinblick auf die kommende Woche mit:
Als Beitrag zur Kontaktreduzierung bieten wir Eltern und Erziehungsberechtigen jedoch an, dass sie ihre Kinder ohne weitere Begründung vom Unterricht beurlauben lassen können. Dafür reicht eine einfache Mitteilung an Ihre Schule.
Sofern Eltern sich einmal für das Distanzlernen entschieden haben, ist ein Wechsel zum Präsenzunterricht nicht mehr möglich.“ 

 

Liebe Eltern, bitte beachten Sie, dass es sich in diesem Fall um eine Beurlaubung und nicht um Distanzunterricht handelt. Die Ministerin schreibt dazu: „Sie alle müssen sich keine Sorgen machen, dass durch eine Beurlaubung schulische Nachteile entstehen könnten. Das werden die Schulen nach den Winterferien sehr gut begleiten.“

All diese Aussagen erfolgen unter dem Vorbehalt, dass keine entgegenstehenden Anweisungen mehr aus dem Bildungsministerium kommen. Wenn sich etwas Neues ergibt, werde ich Sie und euch umgehend per „telegramm“ informieren. Aus diesem Grunde bitte ich Sie und euch, regelmäßig danach Ausschau zu halten und am Sonntagabend sowie Montagmorgen auf den Vertretungsplan zu schauen.

Standard-Informationsplattform für die Kommunikation im Distanzlernen ist bei uns immer noch Schulcommsy. Viele Lehrkräfte (im Moment ca. 40) sind inzwischen aber auch in Itslearning fortgebildet. Einige werden unter Umständen mit ihren Lerngruppen schon in diesem System arbeiten. Es wären für die „Distanzlernübungstage“ im Januar noch mehr gewesen, wenn wir die kommende Woche hätten nutzen können, um den Schülern ihre Zugänge zu übergeben und ihnen das System im Computerraum zu erläutern. Leider hat uns die Pandemie in dieser Frage überholt. Die Fortbildungsanstrengungen des Kollegiums laufen aber ungebremst weiter.

Ich bitte Sie, liebe Eltern, und euch, liebe Schülerinnen und Schüler, gegebenenfalls wegen der zwei parallelen Systeme um Nachsicht: wir sind im Moment im Umbruch und die Pandemie gestattet uns keine „Karenztage“, um das Umsteigen geordnet und in einem Schritt vorzunehmen. Die aktuelle Situation fordert halt immer wieder und von jedem von uns große Flexibilität.

Für diejenigen, die mit beiden Systemen arbeiten, ist es ein Testlauf: Wenn etwas nicht klappt, ist das kein „Beinbruch“, sondern lediglich das Testergebnis, an dem wir dann anschließend arbeiten müssen. Wie heißt es in anderem Zusammenhang so schön: „Die Rakete ist explodiert, aber es konnten alle Testergebnisse gesammelt werden.“ Hoffen wir dennoch auf eine sanfte Landung…

Wir bitten alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-12, jeweils morgens kurz nach 9 Uhr auf Commsy (oder ggf. auch Itslearning) nach Aufgaben zu schauen.

Im Hinblick auf Videokonferenzen hätten bis heute eigentlich alle Kenntnisnahmen der Benutzungsordnung und Einverständniserklärungen abgegeben sein müssen – leider ist das bei Weitem nicht der Fall. Wir werden daher in der kommenden Woche bei Videokonferenzen folgende pragmatische Lösung anwenden: Meldet sich das Kind bei der Konferenz an und haben die Eltern nicht ausdrücklich ihr Einverständnis auf dem entsprechenden Formular verweigert, so gehen wir vom Einverständnis der Eltern aus. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber.

Mit den besten Wünschen für einen schönen dritten Advent in unruhigen Zeiten.
Brigitte Menell