Viele wissen, dass es zu Kriegsende die sogenannten „Todesmärsche“ aus den Konzentrationslagern gab. Aber nur wenige haben bisher davon gehört, dass 200 Häftlinge des KZ Neuengamme am 1. Mai 1945 durch Bargteheide marschierten.

Die Theaterwerkstatt im Kleinen Theater Bargteheide e.V. hat in Gedenken an den Todesmarsch aus Neuengamme dazu einen Audiowalk erstellt, in dem Zeitzeugen, die Bürgermeisterin, der Sülfelder Pastor und viele andere zu Wort kommen.

 

 
 

Das Geschichtsprofil der 12b begab sich am 3.12.2020 auf den Originalweg der Häftlinge durch Bargteheide.

An einem Haus von 1910 bleiben sie stehen: Was mögen die Bewohner am 1. Mai 1945 gedacht haben, als die KZ-Häftlinge – nur noch Haut und Knochen – an ihrem Haus vorbeizogen? Hinter dem Utspann gab es damals einen Schweinestall, in dem die Häftlinge den Tag verbrachten, da sie nur nachts weitermarschierten. Augenzeugen berichten von den Schreien aus dem Stall – Verzweiflung und Hunger. Wenn man nun heute an eben dieser Stelle steht, wird einem bewusst, dass die Geschichte, die man aus dem Schulbuch kennt, sich am eigenen Wohnort zugetragen hat, nur wenige Hundert Meter vom eigenen Klassenzimmer entfernt.

Die Rückmeldungen des Profils zum Audiowalk waren durchweg positiv, der Dank geht an die Theaterwerkstatt, die diesen Moment des Nachdenkens ermöglicht hat.

Wenn ihr/Sie auch Interesse an diesem Audiowalk habt/haben: Handy und Kopfhörer einpacken und an der Kreuzung Lidl/Eckhorst den QR-Code scannen. Es lohnt sich wirklich.

Aurélie Stirnal