November 2020

 

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte,

heute wende ich mich an euch und Sie, um mitzuteilen, dass wir den für den 3. Dezember vorgesehenen Feedbacktag auf Anweisung der Schulaufsicht verschieben müssen. Der Grund liegt in der aktuellen Pandemiesituation:

Wegen der Pandemie ist im Moment an vielen Schulen der Präsenzunterricht stark beeinträchtigt: Quarantänen bei Schüler*innen, Lehrkräften, Kohorten und Pandemiebedingte räumliche oder personelle Engpässe reduzieren in vielerlei Hinsicht den eigentlich vorgesehenen Präsenzunterricht. Es wird daher grundsätzlich keine Ausnahme vom Präsenzunterricht genehmigt, die nicht von der Pandemiesituation erfordert oder erzwungen wird. Präsenzunterricht hat absolute Priorität.
Es ist nicht sicher vorhersehbar, wie sich die Vorschriften für den schulischen Unterricht bis dahin entwickeln. Im Falle z. B. einer Anordnung von Unterricht in Teilgruppen wäre unklar, wie ein Feedbacktag organisatorisch umzusetzen wäre.

Die Beeinträchtigung des Präsenzunterrichts, von denen einige Schulen sehr gebeutelt sind, hat sich bei uns glücklicherweise recht gut in Grenzen gehalten. Mein Dank gilt Ihnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer, dass Sie in diesen schwierigen Zeiten so gut auf Ihre Gesundheit aufpassen und so fürsorglich, gewissenhaft und zügig Unterrichtsinhalte vermitteln! Ich danke auch Ihnen, liebe Eltern, und euch, liebe Schüler*innen, dass Sie und ihr so verantwortungsvoll mit der Situation umgehen/umgeht. Nicht zuletzt daran liegt es, dass wir nach den Herbstferien nun schon 5 Wochen fast unbeeinträchtigten Präsenzunterricht durchführen konnten.

Ich möchte auch nicht versäumen, Ihnen und euch mitzuteilen, was ich mehrfach aus unseren Fachschaften gehört habe: Wegen der Priorisierung des Präsenzunterrichts haben wir insgesamt sehr wenige Unterrichtsausfälle oder –beeinträchtigungen. Die Folge ist, dass – trotz der in die Doppelstunden eingebauten Pausen – die Lerngruppen in vielen Fächern im Lernstoff eher weiter sind als unter Normalbedingungen üblich. Mir gibt das ein gutes Gefühl vor dem Hintergrund, dass niemand so genau weiß, was der Winter noch bringt.

Im Falle von Jahrgangsquarantänen sieht unser Distanzlernkonzept auch Videokonferenzen vor. Wir sind im Moment dabei, das vom Land zur Verfügung gestellte und daher datenschutztechnisch am besten abgesicherte Videokonferenzsystem mit Klassen zu testen. Erfolgreich war dies bereits im Nachmittagsunterricht. In einem zweiten Schritt haben wir heute den Unterricht der 7a vollständig über das Videosystem durchgeführt. Nach ersten Lehrkräfterückmeldungen war dies erfolgreich. Wenn sich dies auch in der Rückmeldung der Schüler*innen bestätigt, werden wir unsere Erfahrungen mit dem System in die Benutzungsordnung einarbeiten und Ihnen, liebe Eltern, und euch, liebe Schüler*innen, diese zum Unterschreiben zukommen lassen.

Unsere besondere Fürsorge und besonderes Augenmerk sollte im Moment unserem 12. Jahrgang zugewendet werden. Die Schüler*innen dieses Jahrgangs bereiten sich derzeit mit Hochdruck auf die Abiturprüfung vor. In diesem Zusammenhang ist es vorgeschrieben, dass im Vorwege Klausuren „unter Abiturbedingungen“ geschrieben werden.

Wir wissen natürlich nicht, wie sich die Pandemie bis zum schriftlichen Abitur im März/April 2021 entwickeln wird. Wir wissen aber, welche Bedingungen im Abitur 2020 vorgegeben waren: Damals wurden die Prüfgruppen auf mehrere Räume verteilt, um die Mindestabstände einzuhalten.

Da die Abi-Vorklausuren genauso lang sind, wie die Arbeiten im schriftlichen Abitur, schließlich soll es ja eine Generalprobe sein, hat sich die Schulleitung entschlossen, auch für die Vorklausuren die Gruppen auf mehrere Räume zu verteilen, damit die Prüflinge nicht 6 Stunden mit Maske Klausur schreiben müssen.

Diese Maßnahme ist nur möglich, wenn an jedem der drei Klausurtage, jeweils ein anderer Jahrgang ins Homeoffice geht, um die entsprechende Anzahl von Räumen freizumachen. Wir haben dazu die Jahrgänge 9, 10 und 11, jeweils jeden an einem der drei Tage, ausgewählt: Der 9. Jahrgang macht am 04.12., der 10. am 10.12. und der 11. am 14.12. Homeschooling. Die anderen Jahrgänge betrifft dies nicht.

 

Liebe Eltern und Schüler*innen der Jahrgänge 9-11, ich möchte Sie herzlich um Verständnis für diese Maßnahme bitten! Für Ihren Sohn/Ihre Tochter bzw. für dich bedeutet dies einen Tag Homeoffice, für unseren Abiturjahrgang aber, der im wichtigen Prüfungsjahr so viele Beeinträchtigungen durch die Pandemie aushalten muss, ist dadurch eine deutliche Erleichterung durch Einhaltung der Abstände und weitere Auslegung der Maskenpflicht möglich.

Zum Abschluss noch eine Bitte der Lehrkräfte: Bitte informieren Sie im Falle einer Quarantänemaßnahme nicht nur das Sekretariat, sondern auch die beiden Klassenlehrkräfte, damit die Informationen möglichst zügig fließen.

Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Menell