September 2020

 

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte,

mit dem „telegramm 136“ durfte ich euch und Ihnen Entwarnung für den Corona-Fall aus dem Umfeld unserer Schule geben. Es kann aber auch anders ausgehen, wie man aktuell am 12. Jahrgang der Anne-Frank-Schule und Jahrgängen anderer Schulen aus der Umgebung sieht.

Aus diesem Grund und vor dem Hintergrund weiter steigender Infektionszahlen möchte ich euch, liebe Schülerinnen und Schüler, und Sie, liebe Eltern, eindringlich um das gewissenhafte Einhalten der Hygieneprinzipien und um generelle Zurückhaltung im Hinblick auf „infektionsträchtige“ Vorhaben bitten, auch und gerade im Freizeitbereich.

Die beste Lösung für Unterricht ist nach wie vor der Präsenzunterricht. Für dessen Durchführung ist es am besten, wenn alle Jahrgänge in der Schule sind. Muss ein Jahrgang wegen einer Quarantänemaßnahme auf Distanzlernen zurückgreifen, sind die Lehrkräfte wegen der organisatorischen Zweiteilung doppelt belastet und es besteht die Gefahr, dass die gewohnte hohe Qualität der Betreuung für alle nicht aufrechterhalten werden kann.

Wir freuen uns bereits auf die nahenden Herbstferien, die wir uns wohlverdient haben. Meine Bitte an Sie und euch, liebe Eltern und Schüler*innen, ist, bei der Planung möglicher Urlaube die Reiseziele mit Bedacht zu wählen. Es muss unbedingt vermieden werden, dass Schülerinnen und Schüler wegen der Rückkehr aus einem bekannten Risikogebiet nach den Ferien in Quarantäne müssen. Ich hätte auch wenig Verständnis dafür, dass Personen, die sich sehenden Auges in eine solche Situation gebracht haben, dann eine individuelle Versorgung mit Unterrichtsmaterial durch Lehrkräfte in Anspruch nehmen möchten, weil sie damit die wichtige Ressource „Arbeitszeit der Lehrkräfte“ für andere Schüler*innen reduzieren würden.

Aus Kiel heißt es dazu in einer Mail vom 24.9.2020:
Im Hinblick auf die am 5. Oktober 2020 beginnenden Herbstferien ist zu bedenken, dass bei geplanten Urlaubsreisen die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes zu beachten sind. Reisen Schülerinnen und Schüler an ein Urlaubsziel, das bereits bei Reiseantritt als Risikogebiet deklariert ist und können infolgedessen nach Rückkehr aufgrund von Infektionsschutzmaßnahmen die Schule nicht aufsuchen, so fehlen sie unentschuldigt. Eine Beurlaubung ist in diesen Fällen nicht möglich.“

Liebe Eltern, für den Fall, dass wir an einem Vormittag erfahren, dass wir eine Kohorte nach Hause schicken müssen, sollten die betreffenden Schüler*innen keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kind über den möglichen Heimtransport in einer solchen Situation.

Corona hat uns fest im Griff. Das heißt aber nicht, dass Menschen, die sich gute Dinge vorgenommen haben, in dieser Zeit untätig sind. Ein Beispiel dafür ist der Tansania-Förderverein, der mich gebeten hat, sein Anschreiben mit diesem „telegramm“ zu versenden, was ich gerne tue. Ich würde mich freuen, wenn Sie, liebe Eltern, sich entschließen könnten, für ein Kind unserer Partnerschule eine Patenschaft zu übernehmen.
Wir leben in schwierigen Zeiten, umso mehr freut es mich, dass unsere Schülerinnen und Schüler offensichtlich guten Mutes sind. Ich möchte dazu den Schüler einer 7. Klasse zitieren, der heute in einer Lateinstunde sagte: „Kinder sind normalerweise immer mutig.“

In diesem Sinne – mit freundlichen Grüßen
Brigitte Menell