September 2020

 

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte,

viele haben es vorhergesagt: Es ist nicht die Frage „ob“, sondern „wann“ wir es näher mit der Corona-Pandemie zu tun bekommen. Wie es aussieht, könnte der Zeitpunkt „jetzt“ sein. Damit nicht Gerüchte und Dramatisierungen kursieren, möchte ich euch/Sie mit diesem „telegramm“ über den Stand der Dinge informieren.

Ein Elternteil von zwei Schülern in den Klassen 11 und 12 ist gestern positiv auf Corona getestet worden. Ähnliche Fälle hatten wir auch schon zuvor – es stellte sich stets heraus, dass seitens des Gesundheitsamtes bald Entwarnung für unsere Schule gegeben wurde.

Dieses Mal liegt eine besondere Situation vor: Der 11. Jahrgang soll ab Montag in das Betriebspraktikum starten, daher war es uns wichtig, über das weitere Vorgehen noch heute gesicherte Informationen zu bekommen.  Ich habe daher mit dem Gesundheitsamt telefoniert, um dessen Einschätzung zu erfahren. In der Tat ist es so, dass je nach Testergebnis und ggf. anschließender Befragung nicht ausgeschlossen werden kann, dass unser 11. Jahrgang (=die Kohorte) oder Teile davon ab Montag unter Quarantäne gestellt werden. Testergebnis und entsprechende Information werde ich am Wochenende (voraussichtlich Sonntag) vom Gesundheitsamt erhalten.

Vorsorglich hat heute eine Teppichkonferenz mit dem 11. Jahrgang stattgefunden. Ich habe die Schülerinnen und Schüler informiert und ihnen mitgeteilt, dass Nachrichten der Schule am Wochenende über den Mailverteiler an die Adressen der Eltern gehen, genau wie auch dieses „telegramm“. Meine Bitte an Sie, liebe Eltern dieses Jahrgangs ist, dass Sie unbedingt am Sonntagabend und am Montagmorgen einmal nach Mails von der Schule Ausschau halten.

Im Falle der Quarantäne bitten wir, die Praktikumsbetriebe erst am Montagmorgen zu informieren, dass ein Wahrnehmen des Praktikumsplatzes zunächst nicht möglich ist.

Weniger wahrscheinlich – aber auch nicht völlig ausgeschlossen – ist, dass auch der 12. Jahrgang (vielleicht teilweise, je nach Kontakten) betroffen ist. Auch die Eltern dieses Jahrgangs würde ich ggf. über Mail informieren.

Muss der 11. Jahrgang in Quarantäne und kann dadurch das Praktikum nicht durchführen, so werden die WiPo-Fachlehrkräfte entsprechende Ersatzaufträge formulieren.

Muss der 12. Jahrgang in Quarantäne, so werden durch die Lehrkräfte Aufgaben für das Distanzlernen gestellt. Die Klassenkonferenzen und Fachkonferenzen haben das Vorgehen dafür festgelegt, die Schülerinnen und Schüler sollten informiert sein, wie der Commsy-Klassenraum in diesem Fall genutzt wird.

Andere Kohorten als (maximal) diese beiden sind unseres Wissens nicht betroffen. Dieses Telegramm sende ich dennoch an alle Eltern, damit Sie Information aus erster Hand haben und nicht auf Gerüchte angewiesen sind.

Ich möchte dieses „telegramm“ sehr gerne mit einem positiven Blick in die Zukunft beenden: Das neue Lernmanagementsystem „itslearning“, das uns das Land in diesem Schuljahr zur Verfügung stellt, nimmt an unserer Schule langsam Fahrt auf: Drei Lehrkräfte (Br, Dr, Wi) haben die entsprechende Fortbildung absolviert und werden das System testweise mit den Klassen 12a und 10c einsetzen. Es handelt sich – wohlgemerkt – nicht um eine Einführung, sondern zunächst um das Sammeln von Erfahrungen.

Parallel dazu bilden sich weitere Lehrkräfte fort. Für eine Einführung bedarf es eines Beschlusses der Schulkonferenz, dieses könnte im November geschehen. Danach könnten nach und nach die Klassen einbezogen werden. Ein Konzept dazu wird erstellt.

Vielleicht werden wir irgendwann einmal sagen können: „Die Corona-Zeit war hart, aber sie hat uns auch Chancen zur Weiterentwicklung gegeben.“

Mit dieser Hoffnung grüßt Sie und euch
Brigitte Menell