29. April 2020

 

Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrkräfte,

Sie haben es sicher den Medien entnommen: Die Phase II der Schulöffnungen beginnt für die Gymnasien am 6. Mai, also nach dem Ende des schriftlichen Abiturs.

In dieser Phase soll es Präsenzunterricht für die 6. Klassenstufe geben und es sollen Beratungsgespräche mit den Schülern und Schülerinnen der Klassen 9-11 geführt werden.

Zur Ausgestaltung kam gestern Abend eine Mail aus dem Bildungsministerium, mit zahlreichen Anhängen, die das Schulleitungsteam heute in einen ersten groben Umsetzungsplan für unsere Schule „übersetzt“ hat.

Danach wird es ab dem 6. Mai für die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen jeweils montags, mittwochs und freitags Unterricht im zeitlichen Umfang von 5 Unterrichtsstunden geben. Dieser Unterricht folgt nicht dem gewöhnlichen Stundenplan. Es geht darum, die Kinder einmal wieder den schulischen Rahmen erfahren zu lassen, ihnen in den Kernfächern evtl. Fragen zu beantworten und auch, ihnen ein Bewegungsangebot zu machen. Natürlich wird es für die Kinder auch wichtig sein, über ihre Erlebnisse mit dem Homeschooling zu berichten.

Um die Abstandsregelung einzuhalten, werden die Klassen in zwei Teilgruppen unterteilt und in besonders großen Räumen unterrichtet. Die beiden Teilgruppen jeder Klasse werden umschichtig von fünf Lehrkräften der Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik, Biologie und Sport unterrichtet. Diese Lehrkräfte teilen sich die Betreuung „ihrer“ Klasse und sind anderen Klassen nicht zugeordnet.

Der Unterrichtstag einer Gruppe verläuft entweder von der ersten bis zu fünften oder von der zweiten bis zur sechsten Stunde. Über die Zuordnung zu den Teilgruppen und die jeweiligen Zeiten werden wir Sie/euch noch informieren.

Die Klassen 9-11 sind Übergangsklassen – jede dieser Klassenstufen hat am Ende des Schuljahres einen Übergang zu leisten bzw. die Noten sind für eine spätere Qualifikation relevant.

Bei Klasse 9 geht es um die Versetzung in die Oberstufe, bei Klasse 10 um die Versetzung in die Qualifikationsphase der Oberstufe und in Q1 sind die Noten des Halbjahres relevant für die Zulassung zum Abitur.

Natürlich wird es in den Beratungsgesprächen zunächst darum gehen, wie die Lernenden mit dem „Lernen am Küchentisch“ umgegangen sind und welche Rückmeldung sie der Schule dazu geben möchten. Wegen der bevorstehenden Versetzung ist aber auch ein Gespräch über den jeweiligen Leistungsstand geboten.

Der „Erlass schulisches Lernen und Leistungsbewertung an allen Schularten des Landes Schleswig-Holstein ab dem 04. Mai 2020“ sagt dazu:

„Soweit bis zum Ende des Schuljahres 2019/20 ein regulärer Unterrichtsbetrieb nicht wiederaufgenommen werden kann, werden die Leistungen, die bis zum 13. März 2020 erbracht wurden, als Basis für die im Zeugnis dokumentierten Ganzjahresnoten genommen und Grundlage weiterer ggf. davon abhängender Entscheidungen. Diese Leistungsstände sind demnach durch die Schulen festzuhalten und den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern transparent zu kommunizieren.“

Die ersten Beratungsgespräche mit den Schülerinnen und Schülern der genannten Stufen sollen diese über den eigenen Leistungsstand im Hinblick auf die Anforderungen der bevorstehenden Versetzung informieren.

Möglicherweise ergibt sich aus folgendem Abschnitt des Erlasses

„Arbeitsergebnisse in einem eingeschränkten Präsenzunterricht sowie Arbeitsergebnisse außerhalb des Präsenzunterrichts, die ab dem 20. April 2020 in den Phasen des wegen der Corona- Pandemie ausgesetzten oder deutlich eingeschränkten Regelunterrichts auf schulische Veranlassung erbracht worden sind, gehen als Abrundung des Gesamteindruckes zu Gunsten der Schülerin bzw. des Schülers in die Bewertung für Unterrichtsbeiträge ein.“

ja eine Möglichkeit, die eine oder andere für die Versetzung unzureichende Note noch zu verbessern. Dies soll in den Beratungsgesprächen ggf. erörtert werden. Eventuell schließen sich spätere Beratungsgespräche mit Fachlehrkräften an.

Mit Ihnen, liebe Eltern dieser und aller übrigen Klassenstufen (5-11), werden wir uns noch wegen der Übermittlung des Leistungsstandes in Verbindung setzen.

Soweit für heute. Dies ist ganz bestimmt nicht das letzte „telegramm“ in dieser Sache, wir halten Sie/euch auf dem Laufenden.

Bleiben Sie/bleibt gesund!
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Menell