Eine ereignisreiche Woche liegt hinten den 14 Kopernikus-Schülern, die sich im Frühjahr auf Kreis-, Bezirks, und Landesebene für das Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia und Paralympics in Berlin qualifiziert hatten. Mit ca. 800.000 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern ist dieser Wettbewerb der größte Schulsportwettbewerb der Welt.

 

Die erfolgsverwöhnten Tischtennisspieler um ihre Lehrer Michael Dinse und Sebastian Mroz (beide KGB) sowie Herrn Kamin und Herrn Gar verfolgten in diesem Jahr unterschiedliche Ziele. Die älteren Sieben (Jg. 2002-2004) reisten ersatzgeschwächt an, sodass ihr 10. Platz mehr als nur ein Achtungserfolg ist. Die Jüngeren (Jg. 2004-2007) hatten jedoch die Hoffnung, noch weiter vorne angreifen zu können. Platz 9 ist zwar – wie bei den Älteren - eine Verbesserung zum Vorjahr, doch haderte vor allem ihr Lehrer Herr Mroz mit dem Turniermodus und -verlauf. Als eines von zwei ungesetzten Landesteams, Schleswig-Holstein und Berlin haben ein anderes Ranglistenpunktesystem, sowie durch Lospech hatte man mit Hamburg, Baden-Württemberg und der Sporteliteschule aus Hemmingen, Niedersachsen, drei so starke Gegner in der Vorrunde, dass bereits jedes dieser Spiele einem Finale gleichkam. Um in die Runde der Top 8 zu kommen, hätte ein erster oder zweiter Platz in der Gruppenphase hergemusst. Zwar waren die Leistungen der Kopernikus-Schüler von Beginn an gut, doch gingen vor allem in der Anfangsphase viele Sätze noch knapp verloren. Mit zunehmender Spieldauer und Wettkampferfahrung – drei Jungs waren das erste Mal dabei – wurden die Bargteheider sicherer und entschieden mehr und mehr Spiele für sich. So gewannen sie in der KO-Phase souverän alle drei Partien vorzeitig (5:0 gegen Mecklenburg-Vorpommern, 5:1 gegen Bremen, 5:0 gegen Hamburg) und sicherten sich den ersten Platz der Trostrunde, auch gingen sie beim letzten Vorrundenspiel als Sieger vom Feld, doch zeigten die teils deutlichen KO-Phasen-Siege ihrer Gruppengegner aus Niedersachsen und Baden-Würtemmberg, dass für die junge Truppe auch in der Gewinnerrunde ein vorderer Platz möglich gewesen wäre. Dorthin schielt man nun definitiv, wenn es im Winter 2018/2019 an die erneute Qualifikation für Berlin geht. Denn da die Mannschaft größtenteils zusammenbleibt, kann mit der Erfahrung aus Berlin 2020 etwas ganz Großes erreicht werden.

Im Rahmenprogramm gab es indes eine Führung im Deutschen Bundestag, den Empfang in der niedersächsisch-holsteinischen Landesvertretung, einen Rundgang im Holocaust-Mahnmal, einen Besuch beim Basketball-Bundesligaspiel von Alba Berlin sowie ein teamgeistförderndes Duell in einer Lasertag-Arena, sodass dem Sport auch andere prägende Erlebnisse gegenüberstanden.

 

Text: Sebastian Mroz

Fotos: Ron Affeld (BTTV)