Der deutsch-französische Schüleraustausch zwischen dem KGB und den beiden Schulen in Jaligny- und Dompierre-sur-Besbre (Frankreich) hat nach einer einjährigen Pause in diesem Schuljahr für die Acht- und Neuntklässler endlich wieder stattgefunden.

Die französischen Austauschschüler-/innen besuchten bereits im Herbst 2017 erstmalig ihre Austauschpartner in Deutschland.

Der langersehnte Gegenbesuch fand vom 20.03.2018-28.03.2018 in der Auvergne statt.

Wir Schülerinnen und Schüler waren zu Beginn der Reise sehr aufgeregt, zum einen wegen des Wiedersehens und des Kennenlernens der französischen Familien, und zum anderen, weil manche von uns - weil es ein paar "Auswechslungen" gab - ihren Austauschpartnern zum ersten Mal begegnen würden.

Nach der langen und anstrengenden Anreise mit Bus und Bahn erreichten wir am späten Abend unser Ziel und verbrachten die erste Nacht bei unseren Gastfamilien. Schnell machten wie erste Begegnungen mit der französischen Sprache, die uns anfangs viel zu durcheinander vorkam und uns schon bald vor die eine oder andere Herausforderung stellen würde…

Am darauffolgenden Tag lernten wir die jeweiligen Schulen unserer Korrespondenten kennen und begleiteten sie durch ihren Schultag. Am Nachmittag nahmen wir an der Schule in Jaligny an unterschiedlichen Kursen, so genannten "ateliers", teil, angeboten wurden beispielsweise Theater, Musik (wir sangen "Aux Champs-Elysées" auf Deutsch und Französisch), Sport und Kochen (Cookies für alle!).

Den Freitag verbrachten wir mit einer Tour auf dem Puy de Dome, einem Vulkan in der Mitte von Frankreich. Erstaunlich fanden wir, dass von genau daher das Volvic-Wasser kommt. Nach einem Rundgang, einem Picknick und dem anschließenden Abstieg haben wir noch das interaktive Museum Vulcania besucht.

Am Wochenende wurde von jeder Familie individuell ein Programm für uns erstellt. Es reichte von Bowling in der Nachbarstadt bis zur Übernachtung in Paris. Viele Familien machten auch gemeinsame Ausflüge.

Zum Wochenstart besuchten wir morgens die Schule und fuhren nachmittags in die Kurstadt Vichy. Wir haben die Häuser von Napoleon III angeschaut und auch das bekannte Vichy-Wasser probiert. Anschließend durften wir noch in Kleingruppen die letzten Souvenirs besorgen.

Dienstagvormittag gab es einen Kinobesuch zum Thema "Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen". Anschließend besuchten wir den Nachmittagsunterricht bevor abends unsere kleine Abschlussfeier in Dompierre-sur-Besbre stattfand. Die Gastfamilien hatten dafür ein typisch französisches Buffet vorbereitet. Auf dem Schulhof spielten wir das letzte deutsch-französische Fußballturnier und machten Erinnerungsfotos.

 

Am nächsten Morgen fuhren wir bereits um 5 Uhr mit dem Bus ab. Der Abschied von den Gastfamilien fiel den meisten ziemlich schwer. Es floss sogar die ein oder andere Träne, wenn sich wahre Freunde gefunden hatten - dementsprechend wurden manche Wiedersehen schon geplant.

Insgesamt hat uns der Austausch sehr gut gefallen, wir hatten die Möglichkeit, in den fremden Alltag einer neuen Kultur einzublicken und haben dadurch viele neue Erfahrungen machen können. Wir haben viel Neues dazugelernt, besonders was das freie Sprechen dieser doch so anderen Sprache angeht. Überrascht haben uns beispielsweise die unterschiedlichen Schulsysteme und die Essgewohnheiten der Franzosen.

Von diesem unvergesslichen Abenteuer werden uns auf jeden Fall sehr viele schöne Erinnerungen im Gedächtnis bleiben. 

Karoline und Emily, 9b