Die letzte Schulwoche am KGB steht traditionell im Zeichen der beiden Wettbewerbe Bargte die Heldin und Barg der Hüne. So standen sich gleich am Montag bei strahlendem Sonnenschein fast 50 Bewerberinnen und Bewerber um den begehrten Titel gegenüber. Unter der Leitung von Frau Zacharias und Herrn Mroz wetteiferten sie in diesem Ausscheidungswettbewerb in den unterschiedlichsten Disziplinen aus Kraft, Disziplin, Geschick und Ausdauer gegeneinander. Die nordfriesischen Sportarten Klootscheeten und Boßeln bilden traditionell den Anfang, ehe ein Hindernisparcours den eigentlichen Wettbewerb Mann gegen Mann bzw. Frau gegen Frau einleitet. Besonders hitzig ging es ini diesem Jahr wieder einmal beim Hufeisenwettbewerb zu. 6 Eisen müssen hierbei in zwei Dreier-Durchgängen in vier Autoreifen unterschiedlicher Wertigkeit geworfen werden. Derjenige, der nach drei Würfen hinten liegt, muss die zweite Serie eröffnen, dabei ausgleichen und einen Vorsprung herausarbeiten. Hierbei muss man erhöhtes Risiko gehen, da man nach seinen 6 Würfen nicht mehr kontern kann und tatenlos zusehen muss, wie der vermeintlich Bessere nun seinerseits ausgleichen und ggf. vorbeiziehen kann. Und so gab es schon manches enges Duell nach jeweils drei Würfen, das am Ende durch Glück, Schock oder Nachlässigkeit doch noch sehr deutlich endete.

Nun schon zum zweiten Mal gab es für Jungs und Mädchen die gleichen Disziplinen und es zeigte beim abschließenden Autoziehen, wie gut die Anwärterinnen auf den Titel vorbereitet waren. So kam die beste Zeit in diesem Halbfinale zwar von einem Jungen, Platz zwei und drei belegten jedoch Anna Börmann und Jette Busche, die sich damit sehr souverän den Platz im Freitagsfinale sicherten. Wie überaus fair der Ausscheidungswettkampf ablief, sollte sich bei der Besprechung der Finalregeln ergeben. So überlegten Anna und Jette gemeinsam, wie ein Duell auf Augenhöhe aussehen könnte. Gemeinsam mit dem Initiator Herrn Mroz probierten sie verschiedene Varianten aus, um schlussendlich zu einem Modus zu gelangen, der nach Jahren der Entwicklung wohl endgültig das Finale von Bargte die Heldin sein wird.

Ebenso akribisch bereiteten sich alle vier Finalisten während der gesamten Woche auf den Einmarsch vor, der sich schon traditionell als Kampf vor dem eigentlichen Kampf herauskristallisiert hat, und die Anzahl der Fans, die vor allem deshalb in die Halle strömt, ist sicherlich genauso groß wie die der Ringkampffans.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt. Nach großartigem Einmarsch aller Athletinnen und Athletinnen, bei dem wie im Fall Anna Börmann sogar die gesamte Klasse mitwirkte, kam es gleich zweimal zum Duell Sprachprofil gegen Sportprofil. Vor fast 500 Zuschauern, die sich selbst als Sieger dieses fantastischen Events bezeichnen können, siegte Jette – The Entertainer – Busche doch relativ klar, sodass das Sportprofil 1:0 in Führung ging. Luca Meyer zog also ein, um für seine Klasse auszugleichen und selbst zu gewinnen. Den Ausgleich schaffte er jedoch lediglich in einer der drei Runden. In Lasse – The Boss – Voss sollte er jedoch seinen Meister finden. Lasse galt als Vorjahresfinalist sicherlich als Favorit, musste diesem Druck allerdings erst einmal standhalten und so blieb es bis zur letzten Sekunde ein spannender Kampf auf Augenhöhe, den Lasse verdient für sich entscheiden konnte.

Was bleibt, sind die Erinnerungen ans Fair-Play, viel Glamour, Nervenkitzel, viel Charakter und Leidenschaft sowie ganz große Gefühle.

Die Fußstapfen sind gewaltig, in die die Herausforderer 2018 werden treten müssen.

 

Sebastian Mroz