Es wehte ein Hauch von Antike durchs Kopernikus-Gymnasium.

Am 12.07.17 war die LEGIO XXI RAPAX an unserer Schule zu Gast und entführte die Schülerinnen und Schüler für ein paar Stunden ins antike Rom.

Walther Dieckmann (selbstverständlich in voller Centurio-Montur) schnappte sich gleich zu Beginn einige neugierige Schüler, denen er jedoch – ganz den damaligen Gesetzen folgend – aus verschiedensten Gründen den Zutritt zur Legion verweigern musste. Nachdem im weiteren Verlauf des Vormittags noch mehrere Schüler und Schülerinnen zwangsverheiratet wurden,  fand sich am Ende doch tatsächlich der richtige Mann für die Legion.

Im Anschluss wurden die römischen Waffen und Rüstungen mit viel Liebe zum Detail und tollen Requisiten vorgeführt und der Ablauf einer Idealschlacht erklärt. Hierbei erschraken einige Schüler/innen doch ein wenig über die Brutalität einer antiken Feldschlacht, die plötzlich so vorstellbar, so greifbar, so nah war.

Kurze Zeit später musste dann Herr Greve, der als Soldat Flacchus mehrfach einen Pfeil in den Bauchraum bekommen hatte, von einigen mutigen Schülerinnen notoperiert werden. Hierbei stellte vor allem der Pfeil mit Widerhaken eine echte Herausforderung dar, sodass hier mehrere Mädchen mit verschiedenstem Werkzeug gleichzeitig unter dem schmerzerfüllten Geschrei der Lehrkraft ran mussten.  Der Hollywoodmythos des kaum schmerzenden Pfeiles, der eine Person nur geringfügig an der Fortbewegung hindert, war spätestens jetzt als eben solcher entlarvt.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch einmal das Bestrafungs- und Belohnungssystem in der Legion verdeutlicht, wobei insbesondere die Strenge und Härte der Bestrafungen bei einigen SuS das Lächeln (kurzzeitig) vom Gesicht verschwinden ließ.

Insgesamt war die Begeisterung über die authentische Wissensvermittlung einem Großteil der Schüler/innen anzumerken, die Herrn Dieckmann in der Pause mit Fragen löcherten und die mitgebrachten Requisiten staunend begutachteten. 

Thies Greve