Dabei sein ist alles – so lautet das Motto der Olympischen Spiele. Die vorderen Platzierungen scheinen vergeben, wenn ein halbes Dutzend Sportschulen und -internate beim Vergleich der 16 besten Bundesländer die regulären Schulen aufmischen. An den Eliteschulen des Sports steht vormittags neben Deutsch, Geografie, Latein und Co eben auch Tischtennis auf dem Lehrplan. Täglich trainieren dort die Schüler mit Profitrainern, oft in enger Kooperation mit einem deutschen Spitzenverein oder einem olympischen Stützpunkt, um dann am Nachmittag beim regulären Kadertraining den weiteren Feinschliff zu erhalten. Viele Schüler haben schon in jungen Jahren nationale und sogar internationale Erfahrungen in der Wettkampfpraxis. Umso bemerkenswerter ist der schon traditionelle Erfolg der Tischtennisteams aus Bargteheide, die bei diesem Konzert der Großen immer wieder mitmischen.

Nach den Abgängen unserer langjährigen Leistungsträger Constantin Velling und Tom Hansen gab es in diesem Jahr einen starken Umbruch, der beide Teams (Wettkampfklasse III 2002-2005 und WK II 2000-2003) gehörig durcheinanderwirbelte und viele neue und unerfahrene Gesichter in die Mannschaft spülte. Einige Leistungsträger waren in das ältere Team hochgezogen worden, um die namenhaften Ausfälle der beiden Abiturienten aufzufangen.

Mit großem Teamgeist gelangen den jungen Kopernikusschülern dennoch beachtliche Siege, sodass die Betreuer Herr Dinse und Herr Mroz sehr zufrieden eine positive Bilanz ziehen können. Gerade bei den Älteren waren die Spiele sehr eng, sodass mit etwas mehr Fortune ein Sprung unter die besten 4 möglich gewesen wäre. Als knapper Gruppenzweiter der Vorrunde traf man jedoch im Viertelfinale auf den Vorjahressieger Hessen, seineszeichens Eliteschule des Sports am Olympiastützpunkt in Frankfurt. Jeder Punktgewinn wurde somit vom Team Bargteheide – auch einige Eltern und ehemalige Schüler waren angereist – lautstark gefeiert, sodass mancher Hesse doch recht nervös wurde und auch tatsächlich 2 Sätze an unsere Nummer 1 Luca Meder abgegeben werden mussten. Auch das Doppel um Julius Ruddigkeit und Tjark Heinrich schnupperte immer wieder an der Sensation. Für sie war es eine sehr gute Vorbereitung, wurden sie doch am Sonntag danach mit ihrer Vereinsmannschaft Landesmeister Schleswig-Holsteins werden.

Die Internate setzten sich in allen Viertelfinalbegegnungen durch. Der Vorjahressieger Hessen wurde erst im Finale vom Bundessieger 2015 Düsseldorf geschlagen, welcher Deutschland nun bei der Weltmeisterschaft vertritt. Bargteheide darf sich über einen starken 7. Platz freuen.

Die jüngere Mannschaft verpasste einen ähnlich guten Platz durch ein unglückliches und sehr enges Spiel um Platz 9 gegen Bayern. Nach Sätzen stand es am Ende zwar ausgeglichen 18:18. Bayern gewann jedoch das entscheidende 9. Spiel für sich, sodass sich die stark verjüngte zweite Mannschaft mit dem späteren 12. Platz begnügen musste.

Gestärkt durch diese Erfahrungen, Teil dieser Großveranstaltung mit bundesweit insgesamt ca. 800.000 Sportlerinnen und Sportlern zu sein, aber auch durch die gemeinsamen Aktionen wie dem Besuch des Volleyballendspiels der Herren um die Deutsche Meisterschaft, der BlueManGroup, der Landesvertretung und anderer Kulturdenkmäler oder der imposanten Abschlussveranstaltung unter olympischer Flamme, wollen wir auch 2018 mit zwei Mannschaften nach Berlin.

 

Hier der Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=Qvdf4mFYJ5A