Josia Pietsch, Schüler der 10. Klasse des Kopernikus Gymnasium in Bargteheide fährt zur Bundesrunde der Mathematik-Olympiade nach Bremerhaven, wo die besten deutschen Nachwuchsmathematiker mathematische Probleme lösen.

 

„Schöne Mathematik und ein guter Gedanke“, so beschreibt Josia Pietsch, der Zweitplatzierte der diesjährigen Landesrunde der Mathematik-Olympiade die Aufgaben aus dem Wettbewerb und seine eigenen Lösungen. Erstmals ist Josia damit für die Bundesrunde qualifiziert.

 

Josia geht in die 10. Klasse des Kopernikus Gymnasiums in Bargteheide und nimmt seit der 5. Klasse regelmäßig an der Mathematik-Olympiade teil.

Auf dem Kopernikus Gymnasium wurde er früh von Herrn Krüger in der Mathematik-AG betreut. Dort standen Themen im Vordergrund, die auf den ersten Blick gar nichts mit Mathematik zu tun haben: U-Bahn-Netze, Wege über Brücken, Färbungen von Landkarten oder Papierfalten.

 

Mathematik ist aber überall. „Mathematik ist ein abstraktes System zur Beschreibung der Realität“, antwortet Josia auf die Frage, was Mathematik für ihn bedeutet. Der nächste Schritt ist dann, Probleme zu entdecken und mithilfe der Mathematik zu lösen. Das Geheimnis der Mathematik ist, dass um ein Problem zu lösen mehrere Gebiete der Mathematik miteinander verknüpft werden müssen.

 

In einer der Aufgaben der diesjährigen Aufgaben ging es zum Beispiel um eine von Schülerinnen und Schüler beliebten Spiel zum Zeitvertreib, bei dem die mathematische Sicht einen möglichst langen Spielverlauf ergibt. Diese Situation kennen Schülerinnen und Schüler am besten. Am Kopernikus Gymnasium in Bargteheide ist das anders. Mathematik wird hier ganzheitlich begriffen. Dazu gehört Spielen ebenso wie Experimentieren. Im Vordergrund steht dabei neben der Förderung immer auch Zeit für Talententwicklung. Mit dem Konzept des sog. „Drehtürmodells“ können bestimmte Schülerinnen und Schüler aus dem normalen Fachunterricht herausgenommen und spezielle Themen und Aufgaben bearbeiten. Dies gibt mehr Raum für Talente. Diese Zeit nimmt sich Josia zum Beispiel dafür, sich schon mit Integralrechnung zu beschäftigen.

 

Seine bisherige Teilnahme an der Mathematik-Olympiade führten Josia bisher ins Mathe-Camp nach Westensee, das für Ersplatzierte der Landesrunde organisiert wird, für die es aufgrund ihrer Altersklasse noch keine Bundesrunde gibt. Der Schritt in die Bundesrunde ist damit für Josia ein großer Erfolg. Vor der Bundesrunde, die vom 30. April bis 03. Mai 2017 in Bremerhaven stattfindet wird Josia in Lübeck ausführlich vorbereitet.

 

Langeweile kennt Josia nicht. Wichtig sind ihm seine Orchesterwochenenden ebenso wie Informatik. Er würde sich wünschen, dass Informatik endlich als eigenständiges Fach in Schleswig-Holstein unterrichtet wird. „Mathematik hat heute immer irgendwo was mit Computern zu tun“ bringt Josia den Zusammenhang beider Fächer auf den Punkt. Der Mathematikunterricht am Kopernikus Gymnasium macht ihm Spaß und er könnte sich gut vorstellen auch später einmal Mathematik zu studieren.

 

Nun gehört Josia zu Deutschlands besten Nachwuchsmathematikern und egal wo seine Zukunft liegt, Mathematik wird sehr wahrscheinlich ein Teil davon sein.

           Mark Krüger