Mit einer Rekordteilnehmerzahl von 70 Schülerinnen und Schülern der 10. und 11. Klassen begannen in der letzten Woche vor den Sommerferien die Vielseitigkeitswettbewerbe BARG der Hüne (Mroz) und BARGTE die Heldin (Zacharias-Langhans/Carr). Erstmals wurden die sechs Vorwettkämpfe bei den Jungen wie bei den Mädchen in identischen Disziplinen ausgetragen. Die wackeren Helden und Heldinnen boßelten drei Kugeln auf unterschiedlich entfernte Ziele, trugen im Duell schwere Autoreifen durch Slalomparcours, warfen artistisch Schleuderbälle beim Klootschießen in die Weite, taktierten beim Hufeisenduell, stemmten die Baumstämme und die Last eines beladenen PKWs auf der 100m Bahn. Selten zuvor überstrahlte ein Protagonist die Reihen seiner Mitbewerber so sehr wie der spätere Gewinner des finalen Ringkampfes. Mi Becker startete mit einem Hattrick in die Konkurrenz, indem er die ersten drei Wettbewerbe klar für sich entschied und das Feld auf die nachfolgenden Ränge verwies. Als einziger von 36 Jungs traf er mit allen drei Boßelkugeln das Ziel. Sein Klassenkamerad Constantin Velling traf zumindest zweimal. Yann de Vree überzeugte ebenso wie Mi beim Klootschießen, indem auch er einen Durchgang gewann. In Durchgang vier schlug dann die Stunde der Herausforderer. Die Gebrüder Voß zeigten sich am nervenstärksten, siegten im Hufeisenduell und erzielten dabei die meisten Punkte aller. Sie waren es anschließend auch, die sich fast weitengleich im Baumstammwerfen für das Halbfinale im PKW-Ziehen qualifizierten. Die anderen Plätze waren indes klar: Yann und Mi stießen am weitesten und sollten daraufhin auf der Tartanbahn auf Lasse und Ole treffen. Den mit Herrn Czieslik und Herrn Mroz nicht gerade leicht bepackten Wagen zogen schlussendlich Lasse und Mi am schnellsten über die Ziellinie. Ole stand sicherlich kurz am Scheideweg, als er nun als ausgewiesener Judoka entscheiden musste, ob er seinen jüngeren Bruder Lasse oder doch seinen Klassenkameraden Mi für das anstehende Finale im Ringen unterstützen sollte. Am Freitag marschierte er zum Finale neben Letzterem ein. Den Zusammenhalt innerhalb der Klassengemeinschaft konnte man auch anhand pinkfarbener Trikots und Judoanzüge im reichlich gefüllten Zuschauerraum der Arena erkennen. Hunderte waren gekommen, um die Stimmung bei den traditionsreichen Finals und die kreativen Einmarschzeremonien zu erleben. Wieder einmal fachkundig und souverän geleitet wurden die Kämpfe vom erfahrenen Ringrichter Valentin Laasch, dem besonderer Dank gilt. Die Vorjahressiegerin Fenja Immig ging in ihrem zweiten Finale gesundheitlich angeschlagen als „Die Titanin“ in das Duell mit Kim „Se Teigerz“ Paulke. Zwar konnte sie den ersten Punkt erzielen, doch zeigte ihr Kim anschließend in einem leider viel zu kurzen Kampf die diesjährigen Grenzen auf. Sie wird im kommenden Jahr als 12.-Klässlerin ihren Titel verteidigen können. Es wäre wünschenswert, so Mroz, wenn es erneut über 30 Bewerberinnen um den Titel „BARGTE die Heldin“ geben könnte, der Jahr für Jahr an Qualität gewinne.

Spannend ging es bei Lasse „The Boss“ Voß gegen Mi Becker a.k.a. „Pink Panzer“ zu. Zwar stand es 2:0 nach Runden für den Elftklässler, doch zeigte der jüngere Voß bereits in der 2. Runde einen spektakulären 10-Punkte-Wurf, mit welchem er, hätte er ihn in der letzten Runde gezeigt, den Kampf doch noch für sich entscheiden können. Somit blieb es spannend bis zum Schlusssignal, bei dem sich beide Sportler sofort fair umarmten und somit allen zeigten, was wahre Größe und Sportsgeist bedeuten. Und somit gibt es erneut mehr als nur zwei Sieger. Weiter so in 2017!

 

Sebastian Mroz