Am Dienstag, den 26. April, fand ein Poetry Slam in der Kuhle unserer Schule statt.

Ein Poetry Slam ist ein Vortragswettbewerb, bei dem die Poet*innen selbstgeschriebene Texte vortragen und diese durch eine aus dem Publikum ausgewählte Jury bewertet werden.
Organisiert wurde der Slam von Schüler*innen des 11. Jahrgangs, die dank der gespendeten Eintrittsgelder ihre Abiballkasse ein wenig füllen konnten.

Insgesamt präsentierten 9 Poet*innen ihre Texte. Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt, aus denen jeweils die Person mit der besten Wertung ins Finale kam.

Eröffnet wurde der Abend von Kjell Kitzing, der jedoch keinen Text vortrug, sondern das zahlreich erschienene Publikum mit seiner Gitarre und zwei Liedern von Radiohead und Bob Dylan in Stimmung brachte.

Den Start machte Felix Treder mit seinem Text „Wir sind U20 (weder 30 noch ranzig)“ und legte mit einer Bewertung von 33 Punkten die Messlatte von Beginn an sehr hoch.

 


Sowohl Jonas Dietz mit einem Text über einen Besuch beim Arzt, der in einer Gurkendiät endete, als auch die Achtklässlerin Lena mit ihrem Text „Stille“, konnten Felix mit jeweils 24 und 28 Punkten nicht übertreffen.
Die erste Poetin der zweiten Gruppe, Hannah Kahlke, kam mit ihrem Mut-mach-Text „Wie Schmetterlinge fliegen lernen“ auf 27 Punkte. Eingeholt wurde sie jedoch von Feline, ihr Text trug den Titel „Verlangen nach Sucht“ (32 Punkte) und von Merle, die sich mit dem Text „Welt verändern“ und einer Bewertung von 35 Punkten den Gruppensieg sicherte.

 

 

Vor der Pause gab es eine weitere musikalische Einlage, diesmal von Ella Burkhardt, die ebenfalls mit Gitarre und zwei Songs das Publikum begeisterte.
In der Pause gab es die Möglichkeit, sich mit Kuchen, Brötchen, Brezeln und Getränken zu verpflegen. Diese wurden durch die Schüler*innen des 11. Jahrgangs zubereitet und verteilt.

Die letzte Gruppe bestand aus Granit Bajrami, dessen Text „1 Klick“ 28 Punkte erzielte. Nadine, die sich in ihrem Text über das Tanzen fragte, ob perfektes Aussehen der Kinder nicht eher der Wille der Eltern sei, und warum in den Tanzstunden die schicksten Sachen getragen werden müssen. Bewertet wurde ihr Text mit 27 Punkten. Als Dritter in der Gruppe trat Gordon Preuß auf, dessen Text den Titel „Lebenskuchen“ trug und mit einer Bewertung von 32 Punkten ebenfalls ins Finale einzog.

 

 

Bevor das Finale los ging präsentierte Hannah Thies Studt einen Text, der jedoch nicht mit in die Wertung einging.

Die Besonderheit bei Poetry-Slam-Finalen ist, dass nicht mehr durch die Jury bewertet wird, sondern allein der Applaus des Publikums zählt.

Felix‘ Finaltext, mit dem Titel „Sind sie eigentlich Schwanger?“  handelte von einem Bewerbungsgespräch, während sich Merle in ihrem Text „Poesie“ mit dergleichen beschäftigte und Gordon sich in seinem Beitrag „Integrale“ mit mehr oder weniger produktiven Mathestunden befasste, wobei er auch Bezug auf seine bevorstehende Mathe-Abiturprüfung nahm.

 

  

 

Nach langem tosendem Applaus für alle Teilnehmer*innen, entschied Gordon das Finale für sich.

Es war ein sehr gelungener Abend mit tollen Poet*innen, sowohl aktuellen als auch ehemaligen Schüler*innen des KGB, des Eckhorst Gymnasiums, der Anne-Frank Schule sowie der Dietrich-Bonhoeffer Schule, mit begeisterten Zuschauer*innen und allen anderen, die zur gelungenen Organisation und Gestaltung des Abends mit beigetragen haben.

Und wer weiß, vielleicht wird es ja bald wieder einen Slam am KGB geben…J

Joscha Möller, 11c