Drei Tage lang haben sich Mitte Januar die Schülerinnen und Schüler der siebten und zehnten Klassen durch die Alpen gekämpft. Und dies, ohne dabei die Schulturnhalle zu verlassen. Wie ist das möglich?

 

 

Mit viel Kreativität wurde eine Phantasielandschaft in die Sporthalle projiziert. So hörte man im Hintergrund einen Bach plätschern, Vögel zwitschern und Blätter rauschen, während „Tafelberg“ und „Gipfelkreuz“ zu erklimmen und Moore zu überqueren waren. Die Klassen hatten jeweils drei Stunden Zeit um diese Aufgaben in kleinen Gruppen zu lösen.

 

Die Tradition der jährlichen Alpentour haben wir Herrn Delitz zu verdanken. „Ich war während meines Studiums Mitglied einer Gruppe, die von Schule zu Schule gezogen ist, und dort nur mit dem jeweils vorhandenen Equipment eine Kletterlandschaft aufgebaut hat. Und so dachte ich mir: so etwas muss es beim KGB auch geben!“, erinnert er sich. Er hat neben Literatur als Vorlage auch vieles selbst ausprobiert und abgewandelt. Besonders stolz ist er auf die „Eiswand“, die er gemeinsam mit Herrn Mroz für die zehnten Klassen selbst entwickelt hat.

 

 

Die gestellten Aufgaben ließen sich nur im Team lösen, und so wurden schier unüberwindbare Schluchten letztendlich doch gemeinsam überquert. Hierbei war nicht nur Geschick, sondern auch Kreativität gefordert. Die anfänglichen Schwierigkeiten lagen vorwiegend an den vorhandenen Berührungsängsten. Die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen kennen sich beispielsweise noch nicht so gut wie die zehnten, und müssen noch gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Und so steht zwar der Spaß im Vordergrund, besonders wichtig ist aber auch die Förderung des Teamgeistes. Die Frage, ob das Ereignis den Klassenzusammenhalt gestärkt hat, wurde einstimmig bejaht. „Vor allem mit Leuten, mit denen man vorher noch wenig gemacht hat.“, hieß es.

 

Für die Schüler war es ein tolles (Erfolgs-) Erlebnis mit der Erkenntnis, dass man gemeinsam vieles erreichen kann: „Wir haben alles geschafft, aber die Lösung war manchmal nicht so, wie wir uns das zunächst gedacht hatten.“, sagten uns die Schüler der siebten Klasse.

 

(Zoé Trosien, 8d; Lotti Hecker, 8b)