Liebe Eltern,
liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

 Lebens(t)raum Schule…

… war das Thema am 04. Juni 2012, als sich Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern gemeinsam in verschiedenen Themenräumen über die Zukunft des KGB Gedanken gemacht haben. Im Verlauf der letzten drei Jahre haben wir die zu den Themen „Raum und Zeit“, „Schüler gestalten Schule“, „Guter Unterricht“ und „Wofür steht das KGB“ gesammelten Aspekte von allen drei Gruppen bewerten lassen. Inzwischen sind alle Umfragen ausgewertet und können in dieser Sonderausgabe präsentiert werden.

 

Auswertung „Raum und Zeit“

Wunsch nach....  
Smartboards     24,0%
Mehr Computer Internet/Raum 22,5%
PC Raum 20,0%
NaWi-Funktionsräume 17,1%
Spinde für alle 16,7%
Lehrerarbeitsplätze 15,0%
Gesundes Essen 13,8%
Spielgeräte 13,7%
Rückzugsräume f. Schüler 12,1%
Neues Mobiliar 12,0%
Größere Räume 11,5%
PC-Raum für Hausaufgaben 10,4%

 

 

Ablehnung von…  
Schulhof einzäunen   37,5%
Alle Schüler in Pausen raus 32,3%
Rückzugsräume Lehrer mit Liegen 16,5%
Späterer Unterrichtsbeginn 16,0%
Hörsäle weg 15,9%
Offene Eingangsphase 9,0%

 

Hier haben wir die am deutlichsten gewichteten Wünsche und Ablehnungen zusammengestellt.

Dabei wurden die Stimmen von Schülern, Eltern und Lehrern gleich gewichtet.

Mehrfachnennungen waren möglich. Die Zahlen geben an, wie viel Prozent der Teilnehmer den jeweiligen Punkt angegeben haben.

 

Viele der gewünschten Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Diverse Klassenräume wurden mit Beamern ausgestattet, so dass hier mobile Smartboards eingesetzt werden können, das neue Schulnetzwerk läuft und ermöglicht schnelleren Internetzugang, es gibt einen neuen Computerraum, einen neuen Schüler-Lehrer-Arbeitsraum und einen neuen Arbeits- und Aufenthaltsbereich für Schüler und auch die Umbaumaßnahmen der naturwissenschaftlichen Räume sind in vollem Gange.

 

 

Auswertung „Schüler gestalten Schule“

 

Das gefällt mir:

Sehr gut gefällt den Schülern/innen und den Lehrkräften die Möglichkeit, sich in der Schule Essen kaufen zu können. Und besonders gelobt wird von allen die Obst-Aktion des Schulvereins. Wir danken allen Koch- und Obstmüttern und hoffen weiterhin auf Engagement der Eltern im Verein „Kochen am KGB“, damit dieses Angebot aufrechterhalten werden kann.

 

Auch die Sportturniere erfreuen sich großer Beliebtheit und sollen selbstverständlich beibehalten werden. Hier erfolgt die Information der Schüler/innen inzwischen umfangreich und rechtzeitig über Aushänge in der Sporthalle. Zusätzlich sollen die Sportlehrkräfte sich intensiver über besondere sportliche Fähigkeiten der Schüler/innen informieren und diese gezielt auf Turniere aber auch übergeordnete und außerschulische Wettbewerbe ansprechen.

Die Schüler/innen begrüßen außerdem die Möglichkeit, das Schulgelände mittags verlassen zu können.

Einig sind sich die Lehrkräfte und die Schüler/innen darin, dass die Klassenräume zu klein und die Anzahl der Lernenden pro Klasse zu groß sind. Leider haben wir hier aufgrund der vorhandenen Räume und des vorgegebenen Klassenteilers kaum Veränderungsmöglichkeiten. Zur Entzerrung sollen möglichst auch einmal große Oberstufenräume für den Unterricht in anderen Stufen eingesetzt werden, falls diese frei sind. Zudem wird sich die Raumproblematik nach dem Abgang des Doppeljahrganges im Sommer 2016 entspannen.

Ablehnend stehen die Schüler/innen auch dem getrennten Physikunterricht für Mädchen und Jungen gegenüber. Zur Überprüfung der Effektivität dieser Maßnahme hat die Physikfachschaft eine Umfrage durchgeführt, die derzeit noch ausgewertet wird.

Auffällig ist, dass bei den Schüler/innen die Akzeptanz gegenüber dem Engagement für Tansania mit zunehmendem Alter schwindet und im Gegensatz zu den sehr engagierten Unterstufenschülern/innen in der Oberstufe sogar die Ablehnung überwiegt. Eine Rückmeldung an die Tansania-AG ist erfolgt und die Strategie für die Zusammenarbeit wurde überarbeitet. Die Gäste aus Tansania waren stärker im Unterricht präsent und wurden aktiv in den letzten Spendenlauf eingebunden. Zudem wurden die Spendengelder auf verschiedene Projekte verteilt. Uneinigkeit herrscht bezüglich der Freundlichkeit zwischen den Lehrkräften und den Schülern/innen, die letztere mit deutlicher Mehrheit negativ, erstere aber einstimmig positiv beurteilen. Hier soll die angeregte Erstellung eines Feedbackbogens Abhilfe schaffen.

 

Das wünsche ich mir:

Hier wünschen sich Lehrkräfte und Schüler/innen einhellig mehr praktischen Unterricht. Ebenso wird eine entspanntere Mittagspause von allen gewünscht. Um dies zu gewährleisten wurde der Mensabereich modernisiert und es wurden mehr Aufenthaltsmöglichkeiten für die Pausen geschaffen.

Ansonsten gehen die Meinungen auseinander: Die Schüler/innen hätten gerne farbige Wände und möchten in den Stunden trinken. Den Unterstufenschülern/innen ist es wichtig, nicht nach der 6.Klasse getrennt zu werden, was sich aber schon in der 7.Klasse schnell relativiert. Die Lehrkräfte hingegen wünschen sich längere Pausen und klarere Regeln.

Diese Informationen werden an die Schulkonferenz weitergeleitet.

 

Möglichkeiten, Schule zu gestalten:

Die Lehrkräfte erwarten von den Lernenden am ehesten, dass sie in Gruppen gemeinsam Lösungen finden. Leider sehen die Schüler/innen weder in ihrer SV noch in den Verbindungslehrern oder der Schulleitung Ansprechpartner, um Veränderungen herbeizuführen. Die Schüler/innen setzen hauptsächlich auf den Klassenrat, der in den seit 1 ½ Jahren regelmäßig stattfindenden Klassenlehrerstunden abgehalten werden kann.

Auswertung „Guter Unterricht“

Besonders hohe Zustimmung gab es bei den Schülern/innen zu der häufigeren Rückmeldung mündlicher Noten, zu nachvollziehbarem Feedback und zu mehr Schülerorientierung. Die Schüler/innen wollen wahrgenommen und gesehen werden. Außerdem wünschen sie sich eine Stoffplanung für das Halbjahr.

Auch ein Feedbackbogen zum Unterricht („Lehrerzeugnis“) ist den Schülern/innen sehr wichtig. Der Ausschuss regt die Gründung einer Lehrerarbeitsgruppe an, um einen standardisierten Feedbackbogen zu erstellen.

Die Lehrkräfte haben bei der Unterrichtsgestaltung besonders hoch gewichtet. Sie wollen die Woche vor den Ferien besser nutzen, legen Wert auf die Pünktlichkeit aller und wünschen sich eine Weiterentwicklung der Aufgabenkultur und Gruppenräume.

Auffällig ist, dass die Meinungen der Lehrkräfte und der Schüler/innen sehr weit auseinandergehen. Punkte, die den Schülern/innen besonders wichtig sind, lehnen die Lehrkräfte mehrheitlich ab und umgekehrt. Hier werden wir uns bemühen, Lösungen vorzuschlagen, die beiden Seiten gerecht werden.

Ausgesprochen wichtig ist den Schülern/innen auch, die Flexibilität hinsichtlich der Klassenreisen zu erhalten. Da die Lehrkräfte diesbezüglich eher ausgeglichen gewichtet haben, soll die derzeitige Regelung im Sinne der Schüler/innen bestehen bleiben.

Große Einigkeit hingegen herrscht bei der Frage nach gesetzten Klassenarbeiten, die von allen drei Gruppen (Schüler/innen, Lehrkräfte und Elternvertreter/innen)abgelehnt werden - allen vergangenen Unmutsäußerungen über Anhäufungen von Arbeiten und Tests zum Trotz!

Da das Thema „guter Unterricht“ aus erster Hand nur von den Lehrkräften und Schülern/innen beurteilt werden kann, hatten wir zur Ermittlung der Elternmeinung ausschließlich die Elternvertreter/innen befragt. Leider war die Beteiligung aber ausgesprochen gering, so dass sich kein aussagekräftiges Ergebnis abbilden ließ.

Auswertung „Wofür steht das KGB“

Zu diesem vierten Thema der Leitbild- Veranstaltung „Lebens(t)raum Kopernikus Gymnasium“ hatten nun alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern per Online-Umfrage die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben.

Auffällig war, dass offensichtlich in der Umfrage die richtigen Aspekte des Schullebens getroffen wurden, da nahezu alle Punkte von den Beteiligten als wichtig eingestuft wurden.

Wie hoch die Bedeutung der einzelnen Aspekte für die jeweiligen Gruppen ist, finden Sie zusammengefasst in 3 Tabellen sortiert nach Graden der Zustimmung auf unserer Homepage unter „Programm/Schulprogramm/Ausschuss“. Außerdem sind dort auch die detaillierten Umfrageergebnisse aufgeschlüsselt nach Schülern, Lehrern und Eltern veröffentlicht.

Wir haben uns im Schulprogramm- Ausschuss dafür entschieden, exemplarisch an folgenden drei Punkten weiterzuarbeiten:

1. „Lebendiger Unterricht“ Hier ist die Diskrepanz zwischen der Positivbewertung der Schüler/innen und der der Lehrer/innen besonders groß.

2. „Sinnstiftendes Wissen“ Dieser Aspekt wird von Schüler/innen und Lehrer/innen einheitlich, aber nicht gut bewertet.

3. „Liberale Atmosphäre“ Hier ist die Bewertung einheitlich und besonders gut.

 

Falls Ihnen bei der Durchsicht der Tabellen andere Aspekte besonders bedeutsam erscheinen, sind Sie herzlich eingeladen, sich bei dem Ausschuss (Frau Menell) zu melden und in einer Arbeitsgruppe daran mitzuwirken.

 

Der Schulprogrammausschuss bedankt sich bei allen Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern für die rege Teilnahme an unseren Umfragen, durch die wir eine gute Grundlage und viele Anregungen für die Entwicklung unserer Schule erhalten haben.

 

Herzliche Grüße

Brigitte Menell

(im Namen aller Ausschussmitglieder)

 

PS: Ich wünsche allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften Eltern und Freunden unserer Schule schöne und erholsame Ferien. Der erste Schultag, der 31. August 2015, beginnt mit einem Klassenlehrertag von

8:55 Uhr bis 13:10 Uhr.