Was haben Frédéric Chopin, Herbert Grönemeyer und Amy Macdonald gemeinsam? Auf den ersten Blick rein gar nichts. Auf den Zweiten etwas ganz Besonderes: Ihre Musik und die vieler weiterer Künstler war Teil der Sommerkonzert-Trilogie, deren Klänge Schüler-, Lehrer- und Elternschaft des Kopernikus Gymnasiums in der vergangenen Woche vom 29. Juni bis zum 1. Juli begeisterten.

Gehaltvoll bereits der Auftakt: Die schuleigene Big Band spielte am Montagabend noch unter Peer Baiaerlein in der Kuhle des Gymnasiums auf. Ab dem neuen Schuljahr wird Ole Osenbrück die Leitung der Big Band übernehmen.

        

Bewegend der Dienstagabend in der Kuhle: Musiklehrer Ralph Delitz und Frank Schlemmer weihten stolz den neuen Flügel der Marke August Förster aus Dresden ein, den Letzterer in Absprache mit Kollegen, Schulleitung und Stadt gegen den alten Steinway-Flügel eingetauscht hatte. Fernando C.-Kühnast und seine Schwester Clara entlockten den Tasten sogleich mit atemberaubender Leichtigkeit Stücke von Edvard Grieg, Carl Czerniy und Rachmaninov. Abwechslungsreich ging es weiter: Die Bläserklasse 6 von Musiklehrerin Sylvia Holtkamp gab „mit Pauken und Trompeten“ ihr Abschlusskonzert.

        

„Flugzeuge im Bauch“ hatten die Zuschauer bei Svantje Hilbrings gefühlvoll-klarer Interpretation des Grönemeyer-Klassikers. Lina Bartel entführte das Publikum anschließend mit geschulter Stimme in die Welt der Musicals zu „Mary Poppins“ und dem „Phantom der Oper“.

       

Lilly Rossol sang "Heart on Fire", George Ezra                    Jasmin Wiechern sang "Blame it on me", George Ezra

 

Frank Schlemmer und Ralph Delitz

 

Bombastisch dann der Höhepunkt am Mittwochabend: Dank vieler Spenden konnte Musiklehrer und Organisator der Konzertreihe, Ralph Delitz, neues Equipment anschaffen und das erste Open-Air-Sommerkonzert der Schulgeschichte in das Rondell neben den Schulhof des KGB bringen. Auf den Stufen rund um die Bühne staunte die Zuschauermenge über die vielfältigen musikalischen Talente, aus Platzmangel wich ein Teil des Publikums auf Picknickdecken aus und verlieh dem Konzert einen gewissen Festival-Charakter.

   

Bläserklasse dirigiert von Musiklehrerin Kathrin Martin

 

Bei strahlendem Sonnenschein heizten die „Magic Boys“ der Lehrerband zunächst die Stimmung an. Den mittleren Programmteil beherrschte eine Reihe von Sängerinnen der Obebrstufe, unter anderem Frederike Kröpelin und Annika Biesenthal, die im Duett gleich zwei unterschiedliche Gitarren-Songs vereinten: „Riptide“ von Vance Joy und „Little Talks“ von Of Monsters and Men.

  

  Annika Biesenthal und Frederike Kröpelin

 

     

    Lina Bartel                                                      Svantje Hilbring

 

Die Jungs-Band „Funky Jessie and the Groovy Boys“, bestehend aus Florian Drews (Gitarre, Bass, Gesang), Jesper Lemcke (Gitarre, Schlagzeug, Gesang) und David Bodensohn (Keyboard, Gesang) setzte dem gigantischen Musik-Projekt die Krone auf.

 

         

 

   Alle Beteiligten, die über zehn Wochen lang gefeilt, geprobt und geschwitzt hatten, wurden mit Standing-Ovation und süßen Geschenken der Schulleitung für ihre Mühen und ihren unermüdlichen Einsatz belohnt.