Am 11. Juni 2015 sind wir, die Q1d, und die Q1c pünktlich vom Schulzentrum Bargteheide in Richtung Bergen-Belsen gestartet. Die Busfahrt ist reibungslos abgelaufen und wir kamen rechtzeitig bei der Gedenkstätte an. Nach einer kurzen Frühstückspause wurden die Klassen voneinander getrennt und uns hat sich eine freundliche Begleitperson für die Führung durch das ehemalige Konzentrationslager vorgestellt. Insgesamt war die Besichtigung der Gedenkstätte in drei Abschnitte unterteilt und bot somit einen umfangreichen Einblick.

Der erste Teil war ein Seminar über die Historie des Konzentrationslagers Bergen-Belsen. Hier wurde beispielsweise chronologisch erläutert, wie aus dem damaligen Kriegsgefangenenlager eins der größten Konzentrationslager geworden ist. Der Teil der Führung war äußerst lehrreich, jedoch zugleich erschreckend und traurig.

Nach der Einführung ging es mit der sehr modernen Ausstellung der Gedenkstätte weiter. Hier konnte man sich über das Schicksal einzelner Personen informieren oder weitere wissenswerte Informationen über die Entwicklung erhalten. Wir hatten aufgrund des Zeitplanes leider keine Zeit jeden einzelnen Teilbereich der Ausstellung anzuschauen, aber dies war nicht sonderlich schlimm.

Der dritte Teil beinhaltete die Besichtigung des Geländes. Auch hier wurden uns alle Fragen ausführlich beantwortet und wir bekamen einen räumlichen Eindruck des gesamten Lagers. Abschließend haben wir im „Haus der Stille“, welches sich heute auf dem Gelände des ehemaligen Frauenlagers befindet, mit einem Teelicht an die Opfer aus Bergen-Belsen gedacht.

Resümierend kann ich sagen, dass die Führung durch geschultes und überaus freundliches Personal einen sehr guten Einblick in dieses Kapitel der deutschen Historie gab. Wir konnten viele Informationen über das Leben der Häftlinge und über den inneren Aufbau des Konzentrationslagers mitnehmen. Die Bilder und Informationen waren keinesfalls angenehm, sondern eher schrecklich und schwer zu verarbeiten. Dies ist auch der Grund, weshalb ich eine Exkursion zu dieser Gedenkstätte erst in der Oberstufe empfehlen würde. Durch Vor- und Nachbereitung im Unterricht wurde diese Exkursion optimal in den Lehrplan eingebaut und bot einen interessanten Einblick in diese grausame Zeit.

Anna-Lena Reichardt, Q1d