Erste Hilfe leisten, im Ernstfall schnell und richtig reagieren – das ist auch im Schulalltag wichtig. Damit die Erstversorgung am Kopernikus Gymnasium jederzeit gesichert ist, bildet der Malteser Hilfsdienst vom 1. Mai 2015 an eine Gruppe von 15 Schüler*innen aus der Mittel- und Oberstufe zu Schulsanitätern aus. Der Vertrag zwischen den Maltesern und der Schule wurde am 30. April feierlich unterzeichnet.
Das Projekt „Schulsanitätsdienst“ initiierte der Sicherheitsbeauftragte des KGB, Thomas Czieslik, der sich über das große Interesse seitens der Schülerschaft freut: „Die Teilnahme ist von Klasse 7 bis 10 möglich. Wir versuchen, die Ausbildung so zu gestalten, dass sie mit den Stundenplänen vereinbar ist.“ Auch Schulleiterin Brigitte Menell ist begeistert von dem Projekt, „von dem sowohl die Schüler*innen als auch die Schule profitieren“. Ausbilder Florian Kutzke von den Maltesern wird die Seminare leiten: „Wir werden uns alle 14 Tage treffen, um euch aus- und weiterzubilden, damit ihr fit bleibt“, sagte er an die zukünftigen Jungsanitäter gewandt.
Die Aufgaben der Schulsanitäter sind vielfältig und reichen von der Erstversorgung nach Unfällen über die Betreuung der Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und die Unterstützung bei Schulveranstaltungen. Aber auch für die Unfallverhütung und Sicherheit an der Schule sind sie mit zuständig.
Besonders große Bedeutung hat für Lehrer Thomas Czieslik das soziale Lernen bei der Sanitätsarbeit. Die Schüler*innen lernen, Verantwortung zu übernehmen und im Team mit der schulischen Krisenintervention zu arbeiten. „Dabei ist der Malteser Hilfsdienst ein idealer Partner für uns. Sein Angebot bietet viel Raum für Kreativität. Es gibt kein festgefahrenes Vorgehen, die Schüler*innen müssen sich ihr individuelles Konzept für das KGB weitgehend eigenständig erarbeiten. Das ist für die Persönlichkeits-, aber auch für die Schulentwicklung enorm wichtig.“
Warum die Schüler*innen teilnehmen? Hanne, Julia und Maximilian aus der 8e wollen bei einem Notfall handeln können: „Vor kurzem ist bei einem Orchesterkonzert ein Junge neben mir einfach umgekippt und ich wusste nicht, was ich machen soll. Das will ich ändern“, sagt Hanne. „Ich finde es auch gut, falls in der Familie etwas passiert, zum Beispiel meinen Großeltern“, ergänzt Maximilian.
Auch Johannes Scharf, Referatsleiter für Ausbildung und Verwaltung beim Malteser Hilfsdienst, hofft, dass die Jugendlichen, einmal angesteckt vom Sanitäterdasein, auch über die Schule hinaus den Maltesern treu bleiben: „Dann könnt ihr auch bei Fußballspielen im Stadion oder auf Festivals mithelfen.“
Die Sanitäterausbildung ist also der beste Beweis dafür, dass man in der Schule auch für das spätere Leben etwas lernen kann.
Für interessiert Schüler*innen, die ebenfalls eine Schulsanitäterausbildung absolvieren möchten, steht Herr Czieslik für Auskünfte bereit. Da auch einige Wochenenden von Sanitätertreffen betroffen sein werden, wird eine gewisse Fluktuation erwartet, so dass im nächsten Schuljahr voraussichtlich wieder einige Plätze zur Verfügung stehen werden.